Thule Group 2018: Umsatz und operativer Gewinn zweistellig rauf

19.02.2019
Thule Group-CEO und –Geschäftsführer Magnus Welander .

Mit einem guten vierten Quartals-Ergebnis 2018 mit einem Umsatzplus von 15 Prozent auf nunmehr 1,157 Millionen SEK sowie einem Nettogewinn von 44 Millionen SEK (Vorjahr: Minus 40 Millionen SEK = plus 208,6 Prozent!) im Rücken konnte die schwedische Thule Group auch im Gesamtjahr 2018 bestens punkten.

Während der Nettoumsatz 2018 und im Vergleich zum Vorjahr um 10,4 Prozent (währungsbereinigt: 6 Prozent) auf 6,484 Millionen SEK gestemmt wurde, lag der operative Gewinn bei 1,163 Millionen SEK (plus 8,9 Prozent) und der letztendliche Nettogewinn bei 837 Millionen SEK (plus 21,4 Prozent).
Zum guten Ergebnis erklärt Thule Group-CEO und -Geschäftsführer Magnus Welander: »Nach dem vierten Quartal können wir ein weiteres Jahr mit einem gesunden Umsatzwachstum von 6 Prozent und einer hohen Profitabilität bei einer EBIT-Marge von 18 Prozent zusammenfassen. Dies trotz der Tatsache, dass wir 6 Prozent des Umsatzes in die Produktentwicklung investiert haben, was unserem Fokus auf langfristiges organisches Wachstum entspricht.«
Aufgeteilt nach den vier von Thule Group besetzten Produktkategorien sowie Regionen hätte das größte Produktsegment »Sport & Cargo Carriers« (Auto-Dachträger-/boxen, -Fahrrad- und sonstige Träger für Winter- und Sommer-Sportprodukte etc.) sein schnelles Wachstum in der Region Europa und dem Rest der Welt
mit einem Plus von 9 Prozent für das Gesamtjahr fortgesetzt. Etwas anders sah es in der »Region Amerikas« aus. Dort beendeten die Schweden das Jahr mit einem währungsbereinigten Umsatzminus von 2 Prozent.
Die Verkäufe der Kategorie »Active with Kids« (Fahrrad-Anhänger/-Kindersitze und Stroller) wuchsen im Laufe des Jahres - »getrieben durch die Einführung des Kinderwagen ‚Thule Sleek’« - in Europa und dem Rest der Welt um satte 24 Prozent und in der Region Americas um 13 Prozent.
Die dritte von den börsennotierten Schweden bediente Kategorie »RV Products« (Produkte für Wohnwagen-/mobile etc.) wuchs in Europa und dem Rest der Welt bis zum Jahresende um 14 Prozent, in dem »herausfordernden Markt« Region Americas allerdings nur um 2 Prozent. Diese Kategorie bekommt aber sicherlich durch den zum Jahresende 2018 getätigten Kauf von Tepui Outdoors Inc. in den USA (der RadMarkt berichtete) vor allem in der Region Americas weiteren Aufschwung.
Die einzige Enttäuschung im Thule-Portfolio ist die im Vergleich junge Kategorie »Packs, Bags & Luggage« (Laptop-/Kamerataschen, Wanderrucksäcke, Koffer, Reisetaschen etc.). Auch wenn hier gerade in letzter Zeit viel investiert wurde lag man zum Jahresende in Europa und dem Rest der Welt bei einem Umsatzminus von 3 Prozent. Dazu Welander: »Trotz des Wachstums in den neuen Fokuskategorien Koffer, Rucksäcke, Sporttaschen konnten wir den stärker als erwarteten Umsatzrückgang in den älteren Kategorien, die wir Legacy nennen (Kamerataschen, Tablettenhüllen), nicht ausgleichen.« In der Region Americas sah es nicht anders aus. Ohne eine genaue Zahl nun nennen sprechen die Schweden dort von einer schwachen Performance, »was zum Teil auf den geplanten Ausstieg aus bestimmten OE-Verträgen, aber auch auf einen deutlicheren Rückgang des Umsatzes mit unseren Legacy-Produkten als erwartet zurückzuführen ist«.
Mit Blick auf das laufende Geschäftsjahr 2019 meint Firmenchef Magnus Welander: »Wir gehen in ein sehr spannendes Jahr mit einer breiten Palette von Neueinführungen von Produkten in neuen Vertriebskanälen für neue Kategorien. Im ersten Quartal erscheint die neue Hartkoffer-Serie ‚Thule Revolve’ im Handel. Zu Beginn des zweiten Quartals geht unser aktualisiertes Portfolio an Fahrradständern, Dachboxen und Dachträgern sowie unsere Design-gewonnenen Produkte für Wohnmobile in die Hochsaison. Wir werden auch den Roll-out der ‚Thule Sleek’-Kinderwagen fortsetzen und ein breiteres Angebot an Rucksäcken auf den Markt bringen.«
Insgesamt sei »das Energieniveau im Unternehmen vor der bevorstehenden wichtigen Frühjahrssaison« hoch. Man freue sich auf ein erfolgreiches Jahr mit Wachstum in beiden Regionen (Europe/Rest der Welt sowie Region Americas) und in allen Kategorien.

Text/Foto: Jo Beckendorff

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