UYN, Alé, Phantom: Community – und Trainingsmasken gegen Corona

03.06.2020
Gesichtsmasken von UYN.

Die Erfahrungen mit Funktionstextilien bringen die Anbieter von Sportbekleidung auch in die Fertigung von Gesichtsmasken ein, wie beispielsweise die Firmen UYN – Unleash Your Nature oder Alé. Phantom Athletics aus Österreich hat schon länger Trainingsmasken im Programm, die sich Corona-tauglich umrüsten lassen.

Das Corona-Virus hat die italienische Region Lombardei besonders hart getroffen. Der italienische Funktionsbekleidungshersteller Trerè Innovation, der dort in der Provinz Mantua für seine Marke UYN – Unleash Your Nature Produkte fertigt, hat darauf reagiert und einen Teil der Produktion für die Herstellung von bis zu 10 000 UYN Community Masken täglich umgestellt. In Zusammenarbeit mit dem hauseigenen Entwicklungslabor Areas wurde eine leichte Maske entwickelt, die sich nach eigenen Angaben an die Gesichtsformen anpasst und auch am Gesichtsrand gut abdichtet. Dank dreidimensionaler Stricktechnologie sei der Stoff im Nasen- Mundbereich dichter gestrickt, was die Ausbreitung von Tröpfchen beim Husten, Niesen oder Sprechen reduziere, die Atmung aber nicht behindere.
Wie auch die Funktionswäsche der Sportler ist die Community Maske, die kein Medizinprodukt ist, aus Texylyte Nano gefertigt. Das Material ist mit den Labeln von Ökotex Standard 100 und Bluesign zertifiziert. Die Masken können bei 60 Grad gewaschen und dann wiederverwendet werden und sind in je zwei Größen für Erwachsen und Kinder sowie vielen verschiedenen Farben erhältlich.

Alé setzt auf Design

Bunt, lustig, stilvoll und ironisch – so beschreibt der italienische Radsport-Bekleidungshersteller Alé seine Gesichtsabdeckungen, die ebenfalls kein medizinisches Gerät, sondern eine einfache Gesichtsabdeckung sein sollen. Sie sind nach eigenen Angaben atmungsaktiv und bestehen aus Polyester Elastane ausgerüstet mit speziellem Tropf- und Spritzschutz. Die bei 40 Grad waschbaren Masken müssen in den Trockner nach dem Waschen oder mit einem ein Dampfbügeleisen behandelt werden, um die Ausrüstung zu reaktivieren. Auf Anfrage kann das Design an Trikots für Sportmannschaften und Gruppen von Radfahrern angepasst werden.

Phantom Trainingsmaske Corona-tauglich umrüsten

Schon vor vier Jahren stellte Phantom Athletics seine Trainingsmaske vor, die eigentlich dazu dient, beim Training das Atmen zu erschweren, dadurch vor allem Zwerchfell und Zwischenrippenmuskulatur zu stärken und so Kraft und Ausdauer zu verbessern.
Zusammen mit GKS Filtertechnik wurde ein Zusatzmodul entwickelt, das die Atemluft über ein fünflagiges, metallisches 3D-Hochleistungsfiltergewebe leitet, in dem nach eigenen Angaben 88,9 Prozent der Partikel bis zu einer Größe von 2 μm, also Keime, aber auch Pollen und Aerosole hängenbleiben. So sei sie zusätzlich ein Schutz gegen Heuschnupfen. Besitzer einer solchen Maske könnten sie mit dem Zusatzmodul nun auch beim Einkauf, in Bus und Bahn sowie bei allen vorgeschriebenen Einsatzgebieten nutzen.

Fotos: UYN, Alé, Phantom Athletics
 

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