Vaude beteiligt sich am Werbeboykott gegen Facebook

06.07.2020
Stop Hate for profit Logo.

Nach namhaften Outdoor-Anbietern aus den USA hat sich nun auch der deutsche Bergsport-Anbieter Vaude Sport GmbH & Co. KG der derzeit laufenden internationalen Kampagne #StopHateForProfit angeschlossen, die das soziale Netzwerk Facebook dazu bewegen soll, stärker gegen hasserfüllte, gewaltverherrlichende und rassistische Inhalte vorzugehen.

Heißt, dass die Tettnanger ab dem 1. Juli und bis auf Weiteres sämtliche bezahlten Werbemaßnahmen auf Facebook sowie auf der zum Netzwerk gehörenden Plattform Instagram gestoppt. Die Kampagne, die Unternehmen zum Werbe-Boykott bei Facebook aufruft, wurde von mehreren amerikanischen Non-Profit-Organisationen wie der »Anti Defamation League« initiiert.
Vaude legt eigenen Angaben zufolge in allen Handlungsfeldern großen Wert auf Verantwortung und Fairness. So positioniert sich das Familienunternehmen auch entschieden gegen Rassismus und Diskriminierung jeglicher Art. »Deshalb unterstützen wir die Kampagne aus voller Überzeugung und bekräftigen die Forderung an Facebook, Hass, Spaltung und Manipulation nicht weiter zu fördern. Facebook gibt sehr strenge Nutzungsbedingungen vor, aber leider nur auf dem Papier. In der Praxis werden sie nicht konsequent umgesetzt. Das liegt uns sehr am Herzen, gerade weil wir Facebook für eine sehr wichtige Plattform für den Austausch von Menschen halten«, erklärt Vaude Leiter internationales Marketing Manfred Meindl im Namen seines Arbeitgebers.
Für Vaude gehören Facebook und Instagram zu den wichtigsten Werbeplattformen, auf die circa 25 Prozent des Media-Budgets entfallen – und achtet selbst auf strenge Community-Richtlinien in seinen sozialen Kanälen.
Mit die Kampagne soll Facebook genau dort getroffen werden, wo es am meisten weh tut: bei den Werbeeinnahmen. Schließlich machen sie fast den gesamten Umsatz der Internet-Größe aus. Wenn sich viele Unternehmen beteiligen, könnte der zunehmende Druck die Plattform zum Umdenken bewegen. Dazu noch einmal Meindl: »Wir hoffen sehr, dass Facebook sich mit den Forderungen auseinandersetzt und diese Chance nutzt, um eine Plattform für eine menschlichere Gesellschaft und eine bessere Welt zu sein.«
Mehr zur jungen Kampagne finden Sie hier. https://www.stophateforprofit.org/

- Jo Beckendorff/Vaude, Foto: Vaude

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