Veloplace.com – eine wegweisende Plattform für den Fachhandel

19.07.2016
Das Team von Velociped hat die erste Veloplace-Station im Schweizer Fachhandel.

Dank seiner Kompetenz und seinem Service muss man sich um den engagierten Velohändler eigentlich keine Sorgen machen. Beratungsklau und Konkurrenz durch Günstigversender machen aber der ganzen Branche zu schaffen. In der Schweiz haben nun Grossisten und Fachhandel ein Rezept entwickelt, das den Online-Billigheimern erfolgreich Paroli bieten dürfte: Die eigene Online–Plattform Veloplace.com.

Die Endverbraucher informieren sich heutzutage zuerst einmal online darüber, was der Markt für ihre Bedürfnisse bietet und wo diese Artikel verfügbar sind. Auch die Velokunden sind längst online und wollen dort abgeholt werden. Um einen Auftritt im Internet kommt heute eigentlich kein Fahrradgeschäft mehr herum. Gerade kleinere Fachhändler sind aber bei der Frage des richtigen Online-Auftritts und der optimalen Nutzung finanziell wie fachlich überfordert. Hier setzt nun Veloplace an. Hinter dieser offenen Plattform für Schweizer Händler und Grossisten stecken Marius Graber vom Krienser Fachgeschäft Velociped, Dirk Kurek von Komenda und der Software-Spezialist Stefan Rink von Ixini.
Die Veloplace-Idee ist einfach: Unter dem Motto »Nebenan ist überall« sollen Velohändler untereinander und mit ihren Lieferanten vernetzt werden. Zudem sollen sie ihre Kundschaft online wie im stationären Fachgeschäft bedienen und ihre Kompetenz in Verkauf und Service demonstrieren können. Was nicht im Laden an Lager ist, können Kunden über einen Terminal im Shop zu sich nach Hause oder in den Laden schicken lassen; dort besteht auch direkt eine Umtauschmöglichkeit. Dieses duale System trägt dem modernen Crossover-Kunden Rechnung, der nach der Arbeit mal in seinem Geschäft um die Ecke, am Wochenende aber auch mal im Internet einkauft.
Dank der auf Anhieb großen Akzeptanz bei Grossisten wie Händlern könnte die neue Plattform rasch ein Erfolg werden: Zum einen sind neben Komenda mit Amsler Bikes and Parts, Chris Sports, Fuchs-Movesa, Tour de Suisse Rad, TST Trading und Vitelli Velobedarf die wichtigsten Schweizer Distribuenten mit einem Portfolio von mehreren Hundert Marken vertreten. Angesichts der bisherigen Konkurrenz mutet dieser Schulterschluss als kleine Sensation an. Lediglich Veloplus, der größte Schweizer Velozubehör–Händler ist nicht im Boot (der einzige, den diese Plattform vielleicht nicht so freuen wird). Dazu haben schon über 100 Schweizer Fachhändler ihre Beteiligung zugesagt. Bei Velociped soll nun das System bis Herbst ausgiebig erprobt werden, anschließend ist die Aufschaltung der weitern Händler geplant. Mit später mal Hunderten von Abholstellen kann die Plattform gegenüber internationalen Online-Versendern natürlich einen gewichtigen Trumpf ausspielen.
Veloplace.com dürfte europa- wenn nicht weltweit einen Meilenstein darstellen. »Es ist wegweisend, dass der Händler mit Hilfe dieser Plattform seine Kernkompetenz mit den Vorteilen des Online Handels verknüpfen kann. Damit kann er die Chancen von Internet, Smartphones und Onlineshopping für sich nutzen. Als einzelner Veloladen könnte er das nicht stemmen, mit Veloplace geht's«, sagt Dominic Land, Manager von Veloplace.
Text: Peter Hummel

Fotos: Veloplace



 

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