Die neue Veranstaltung versteht sich als alternative Plattform für Hersteller und Zulieferer der globalen Fahrradbranche. Der Standort wurde bewusst mit Blick auf internationale Erreichbarkeit gewählt: Zwischen Flughafen und Messegelände liegen rund 16 Kilometer, zudem bietet die nahegelegene Metropole Amsterdam umfangreiche Übernachtungsmöglichkeiten. „Die Distanz zwischen Schiphol und der Expo Greater Amsterdam beträgt nur 16 Kilometer – näher geht es kaum. Und Amsterdam liegt direkt um die Ecke“, erklären die Organisatoren Arnauld und Rick Hackmann. Konzeptionell setzt die Messe auf ein kostenbewusstes Modell.
Full-Service-Stände statt hoher Messekosten
Hintergrund sind die wirtschaftlich herausfordernden Jahre in der Branche. Statt auf aufwendige Individualstände setzt die CycleExpo Amsterdam auf sogenannte Full-Service-Stände. Diese beinhalten unter anderem vorgefertigte Präsentationslösungen mit bedruckten Rückwänden, sodass Aussteller ihre Markenidentität wahren können, ohne hohe Investitionen in den Standbau tätigen zu müssen. „Internationale Handelsbeziehungen standen zuletzt unter Druck. Das kann man nicht ignorieren“, so Arnauld Hackmann, der auch Chefredakteur der niederländischen Branchenplattform Nieuwsfiets ist.
Mit diesem Ansatz knüpfen die Veranstalter an Erfahrungen aus dem B2B Festival an, einer regionalen Branchenveranstaltung in den Niederlanden und Belgien. Dort habe sich das Konzept bewährt, den organisatorischen und finanziellen Aufwand für Aussteller deutlich zu reduzieren.
Neben der Messe selbst soll auch der Standort Niederlande ein wesentlicher Bestandteil des Konzepts sein. Die Veranstalter sehen die stark ausgeprägte Fahrradkultur und Infrastruktur im Land als zusätzlichen Mehrwert für internationale Besucher. Diese sollen die Möglichkeit haben, sich vor Ort ein Bild von Markt, Handel und Nutzungskultur zu machen.
Ob die erste Ausgabe der Cycle Expo Amsterdam wie geplant 2027 stattfinden wird, hängt von der Resonanz in der Branche ab. In den kommenden Monaten wollen die Initiatoren das Interesse internationaler Aussteller ausloten. Ziel ist ein Start mit rund 200 Ausstellern und anschließendem Wachstum. In ähnlicher Weise habe man auch vor vier Jahren mit dem B2B Festival begonnen, erklärt Hackmann. Zugleich sei das Publikum doch sehr unterschiedlich: „Mit dem B2B Festival fokussieren wir uns auf Händler aus den Niederlanden und Belgien. Mit der Cycle Expo Amsterdam wollen wir die gesamte internationale Fahrradindustrie ins Visier nehmen – Hersteller, Einkäufer, Produktmanager und mehr. Für sie wollen wir diesen neuen, alternativen Treffpunkt organisieren.“

