Bike-Sharing-Angebote sind mittlerweile in über 150 europäischen Städten (EU-27, Vereinigtes Königreich, Schweiz und Norwegen) vertreten – von großen Metropolen wie Paris mit 42.200 Fahrrädern über Brüssel mit mehr als 11.000 bis hin zu kleineren Städten mit nur einigen Dutzend Rädern.
Gemeinsam bilden diese Netzwerke eine Flotte von 438.000 Bike-Sharing-Fahrrädern, die jährlich Millionen von Fahrten ermöglichen und Menschen bei dem Weg zur Arbeit, Bildung und dem öffentlichen Verkehr unterstützen.
Gewinn für Umwelt und Produktivität
Die Studie zeigt, dass Bike-Sharing-Fahrräder erhebliche Vorteile für Umwelt, Gesundheit und Wirtschaft mit sich bringen. Jährlich werden gemäß Studie durch Bike-Sharing 46.000 Tonnen CO₂ und 200 Tonnen weiterer Luftschadstoffe eingespart. Durch die Verlagerung von Autofahrten auf aktive Mobilität können zudem 1.000 chronische Erkrankungen verhindert werden, was 40 Millionen Euro an Gesundheitskosten spart.
Auch die städtische Mobilität profitiert: Staus werden reduziert, wodurch 760.000 Stunden Produktivität gewonnen werden – ein Wert von 30 Millionen Euro. Gleichzeitig schafft Bike-Sharing in Europa Arbeitsplätze im Umfang von 6.000 Vollzeitstellen. Für die Nutzer bietet es eine kostengünstige Mobilitätsoption, die die Ausgaben im Vergleich zum Auto um bis zu 90 Prozent senkt.
Attraktiv für Städte
Für Städte ist Bike-Sharing eine attraktive Investition. Für jeden heute investierten Euro ergibt sich eine jährliche Rendite von zehn Prozent, was 1,10 Euro an positivem Mehrwert liefert. Bis 2030 könnte der Nutzen bei fortlaufenden Investitionen und Ausbau des Angebots jährlich eine Milliarde Euro erreichen. Dieser beinhaltet 224.000 Tonnen vermiedene CO₂-Emissionen, mehr als 4.200 verhinderte chronische Erkrankungen und nahezu 13.000 unterstützte Arbeitsplätze. Unter diesen Bedingungen könnte jeder investierte Euro eine jährliche Rendite von 75 Prozent auf öffentliche Ausgaben liefern.
Vier Faktoren, die dieses Wachstum vorantreiben könnten, werden in der Studie hervorgehoben: steigende Nachfrage durch Urbanisierung und stärkeres Bewusstsein; ein größeres Angebot durch regulatorische Unterstützung und umfassendere Abdeckung; die Elektrifizierung der Flotten als Reaktion auf starkes Nutzerinteresse; sowie die territoriale Expansion zur Schließung bestehender Versorgungslücken. Diese Chancen hängen von unterstützenden Rahmenbedingungen ab, darunter konsequente politische Maßnahmen und Finanzierung, flexiblere und zuverlässigere Systeme auf Basis datengetriebener Planung sowie eine stärkere Anbindung an den öffentlichen Verkehr und Integration in die Radinfrastruktur.
Die vollständige Studie ist verfügbar unter:
http://www.eiturbanmobility.eu

