Laut Unternehmensangaben handelt es sich bei diesem Stellenabbau um etwa 10 Prozent der Fach- und Verwaltungsangestellten. Während deren Entlassungen in der Heimat USA voraussichtlich größtenteils in diesem Monat erfolgen, werden die internationalen Kündigungen »vorbehaltlich der lokalen Gesetze und Konsultationsanforderungen« bis 2026 andauern.
Dazu Newell Brand-Präsident und CEO Chris Peterson: »Wir haben bedeutende Fortschritte bei der Umsetzung unserer Strategie und der Stärkung von Newell Brands erzielt, aber es gibt noch viel zu tun. Bei diesem Produktivitätsplan geht es darum, den nächsten disziplinierten Schritt zu tun, um die Effizienz zu steigern, unseren strategischen Fokus zu schärfen und eine stärkere, konsistentere Leistung zu erzielen. Letztendlich ist es unser Ziel, einen größeren Mehrwert für die Verbraucher zu schaffen und einen nachhaltigen langfristigen Wert für unsere Aktionäre zu generieren.«
Retter Automatisierung, Digitalisierung und KI?
Auf der 2023 eingeleiteten Turnaround-Strategie des Unternehmens aufbauend soll der Produktivitätsplan die Leistungsstandards erhöhen, Prozesse vereinfachen, Gemeinkosten rationalisieren und Ressourcen auf die wertschöpfungsintensivsten Aktivitäten umlenken. Um Abläufe zu vereinfachen, Entscheidungsprozesse zu beschleunigen und die Umsetzung funktionsübergreifend zu stärken, wird der Plan laut den US-Amerikanern durch den Einsatz von Automatisierung, Digitalisierung und künstlicher Intelligenz ermöglicht.
Außerdem wird Newell Brands etwa 20 Yankee Candle-Geschäfte in den Vereinigten Staaten und Kanada schließen. Die Schließungen dieser Geschäfte, die etwa 1 Prozent des Markenumsatzes ausmachen, sollen im Januar 2020 in Kraft treten. Yankee Candle Company Inc. ist Teil der Unterkategorie »Home Fragrance« der Newell Brands-Division »Home & Commercial Solutions«. Laut Eigenangaben handelt es sich dabei um den größten Duftkerzen-Hersteller in den USA.
Knallharte Kosten-Nutzen-Rechnung
Insgesamt rechnet der Mischkonzern mit Restrukturierungs- und damit verbundenen Aufwendungen vor Steuern in Höhe von etwa 75 bis 90 Millionen USD (66 bis 77 Millionen Euro – hauptsächlich für Abfindungen und damit verbundene Kosten, wobei der Großteil der Aufwendungen bis Ende 2026 verbucht werden soll). Nach vollständiger Umsetzung soll der Produktivitätsplan zu jährlichen Kosteneinsparungen vor Steuern in Höhe von etwa 110 bis 130 Millionen USD (94 bis 111 Millionen Euro) führen.
Mit diesem Plan im Rücken bestätigt das börsennotierte Unternehmen seine zuvor veröffentlichte Prognose. Heißt, dass »die Netto- und Kernumsatz-Ergebnisse des vierten Quartals am unteren Ende der zuvor kommunizierten Prognosespanne liegen werden«.
Text: Jo Beckendorff


