Mit Blick auf das erste Verkaufsquartal 2025 spricht Newell Brands-President und -CEO Chris Peterson von starken Ergebnissen, die das Wachstum des Kernumsatzes sowie der operativen Marge und einen Gewinn pro Aktie beinhalten. Damit habe man den Erwartungen entsprochen bzw. sogar übertroffen.
Laut Newell Brands-CFO Mark Erceg geben dem börsennotierten Unternehmen im Zuge der länger laufenden Restrukturierung eine Reihe rasch getroffener Maßnahmen – einschließlich gezielter Preis- und Kostensenkungs-Maßnahmen sowie schneller Beschaffungsentscheidungen – die Zuversicht, »dass wir die US-Zölle und ausländischen Vergeltungszölle mit Ausnahme der zusätzlichen 125-prozentigen US-Zölle auf China vollständig ausgleichen können und unsere ursprünglichen Prognosen für den Nettoumsatz, die operative Marge und EPS-Prognose für das Geschäftsjahr 2025 beibehalten können.«
Geschäftsfeld Outdoor & Freizeit
Im oben genannten ersten Quartals-Nettoumsatz 2025 enthalten: ein Nettoumsatz in Höhe von 182 Millionen USD (160,78 Millionen Euro) des neben »Home & Commercial Solutions« und »Learning & Development dritten (und kleinsten) Newell-Geschäftsfeldes »Outdoor & Freizeit« (Marken Campingaz, Coleman, Marmot etc.). Verglichen mit 01-03/2024 ist das ein Rückgang von 9,5 Prozent. Den führen die US-Amerikaner sowohl auf einen Umsatzrückgang ihres Outdoor & Freizeit-Kerngeschäfts in Höhe von 7,1 Prozent sowie ungünstige Wechselkurse zurück.
Durchaus positiv: der operative Verlust dieses Geschäftsfeld konnte bei dem weiterhin auf Restrukturierungspfaden stapfenden Unternehmen von 18 Millionen USD (15,90 Millionen Euro) im ersten Verkaufsquartal des Vorjahres auf nunmehr 5 Millionen USD (4,42 Millionen Euro) gedrückt werden.
Ausblick
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In Anbetracht der bereits oben angesprochenen Handelszölle sowie durchgeführter Sensitivitätsanalyse hat Newell Brands seine Vorab-Prognose für das Gesamtjahr 2025 nur minimal aktualisiert:
Nettoumsatz-Prognose: Rückgang von minus 4 bis minus 2 Prozent (unverändert).
Kernumsatz: korrigiert von bisher Minus 2 bis Plus 1 Prozent auf Minus 3 bis minus 1 Prozent.
Was den operativen Cashflow 2025 betrifft, hat Newell Brands »aufgrund höherer Zollkosten für Vorräte« die bisher kommunizierte Spanne in einem Bereich von 450 bis 500 Millionen USD (398 bis 442 Millionen Euro) auf einen Bereich von 400 Millionen bis $500 Millionen USD (353 bis 442 Millionen Euro) verändert.
Dazu heißt es aber auch, dass der Ausblick die ersten beiden Runden der US-Zölle auf China in Höhe von insgesamt 20 Prozent, die globalen Stahl- und Aluminium- sowie alle anderen derzeit für Länder außerhalb Chinas gelten wechselseitigen Zölle von 10 Prozent berücksichtigt. Heißt auch: der wechselseitige China-Zoll von 125 Prozent ist in der aktuellen Prognose des Unternehmens nicht enthalten.
Advantage marktnahe Produktionsbasis
Und selbst wenn: anders als viele Mitbewerber, die einen Großteil ihrer Produktionskapazitäten ausgelagert oder verlagert hätten, hat Newell Brands eigenen Angaben zufolge eine robuste und umfangreiche inländische Produktionsbasis aufrechterhalten und in diese investiert. Damit sieht sich der Anbieter bestens positioniert, »um zollbedingte Verwerfungen bei der Beschaffung nicht nur zu bewältigen, sondern letztendlich davon zu profitieren.«
Die durchgeführte Sensitivitätsanalyse des Unternehmens ist zu dem Ergebnis gekommen, dass der Zollsatz von 125 Prozent – »wenn er für das gesamte Jahr in Kraft bleibt und nicht abgeschwächt wird – das normalisierte EPS von Newell Brands für 2025 um etwa 0,20 USD (0,18 Euro) verringern könnte. Das Unternehmen hat jedoch bereits Abhilfemaßnahmen identifiziert, von denen es glaubt, dass sie ausreichen würden, um diesen Betrag zu halbieren.«
Text: Jo Beckendorff


