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Newell Brands spricht in 04-06/2026 von voranschreitender Erholung
Erstmals seit über vier Jahren hat der US-amerikanische Mischkonzern Newell Brands Inc. wieder ein Umsatzwachstum erzielt. Dabei haben die Ergebnisse im zweiten Verkaufsquartals des laufenden Geschäftsjahres 2026 die Erwartungen übertroffen. Folge: eine Prognosen-Erhöhung für das Gesamtjahr 2026.
Foto: Newell Brands

Laut Newell Brands-Finanzchef (CFO) Mark Erceg lagen die zweiten Quartalsergebnisse »bei allen wichtigen Finanzkennzahlen über unseren Erwartungen, da stärkere Umsätze, eine höhere Bruttoproduktivität und ein diszipliniertes Management der Gemeinkosten die höher als erwartet ausgefallenen Rohstoff- und Transportkosten mehr als ausglichen. Auf Grundlage unserer Ergebnisse im zweiten Quartal – einschließlich des im Quartal verbuchten Gewinn- und Verlust-Effekts aus der IEEPA-Zollrückerstattung sowie der Bar-Rückerstattung, die wir voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte erhalten werden – und angesichts der sich verbessernden Umsatztrends heben wir unseren Ausblick für das Gesamtjahr hinsichtlich des Netto- und Kernumsatz-Wachstums, der normalisierten operativen Marge, des normalisierten Gewinns je Aktie und des operativen Cashflows an.«
RadMarkt-Anmerkung: »IEEPA« steht für »International Emergency Economic Powers Act«. Es ermächtigt den US-Präsidenten nach Ausrufung eines nationalen Notstands zu Wirtschaftssanktionen. Im Februar 2026 erklärte der US Supreme Court die darauf gestützten und von Donald Trump verhängten Importzölle für rechtswidrig. Seitdem läuft mit dem »Claims and Appeals Processing Environment« (CAPE) ein digitales Zollrückerstattungs-Verfahren, auf das sich Erceg oben beruft.
Das zweite Newell-Quartal in Zahlen
Newell Brands erzielte im zweiten Quartal 2026 einen Nettoumsatz von 1,99 Milliarden USD (1,72 Milliarden Euro, plus 3 Prozent). Gegenüber dem Vorjahres-Zeitraum stieg der Kernumsatz (sprich der bereinigte Nettoumsatz, der die organische Entwicklung des operativen Geschäfts widerspiegelt) um 2,3 Prozent. Der Nettogewinn des zweiten Verkaufsquartals lag bei 106 Millionen USD )92,03 Millionen Euro). Zum Vergleich: in 04-06/2026 waren es gerade einmal 46 Millionen USD (39,93 Millionen Euro).
Oben genannter Gesamtumsatz teilt sich wie folgt auf:

– Home & Commercial Solutions: 903 Millionen USD (783,98 Millionen Euro, plus 1,2 Prozent)
– Learning and Development: 851 Millionen USD (738,84 Millionen Euro, plus 5,2 Prozent)
– Outdoor and Recreation: 240 Millionen USD (208,36 Millionen Euro, plus 2,6 Prozent)

Das kleinste Newell Brands- Geschäftsfeld »Outdoor and Recreation« besteht aus den Marken Bubba (Isolierbecher und Kühltaschen) Campingaz (Gaskartuschen), Coleman (Campingkocher, Kühlboxen), Contigo (Wasserflaschen), Exofficio (Funktionsbekleidung), Marmot (Outdoor-Ausrüstung) und Stearns (Wassersport-Ausrüstung). Einige von ihnen haben auch die Fahrrad-Branche (und in diesem Sektor vor allem Reise-Radler) im Auge. Das Betriebsergebnis dieses Geschäftsfelds belief sich auf 4 Millionen USD (3,47 Millionen Euro) bzw. 1,7 Prozent des Umsatzes (verglichen mit 8 Millionen USD = 6,49 Millionen Euro bzw. 3,4 Prozent des Umsatzes im vergleichbaren Vorjahres-Zeitraum).
Ausblick
Mit Vorlage des zweiten Quartalsbericht kommuniziert Newell Brands auch seinen Ausblick für das derzeit laufendendritte Geschäftsquartal sowie seine Prognosen-Erhöhung für das Gesamtjahr 2026.
Demnach geht der Mischkonzern für das laufende dritte Quartal von einem Nettoumsatz-Zuwachs zwischen 2 und 3 Prozent und einer normalisierten operativen Marge von 9,5 bis 10,2 Prozent aus.
Mit Blick auf das Gesamtjahr halten die US-Amerikaner unverändert an ihrem Nettoumsatz-Zuwachs zwischen 1 bis 2 Prozent aus (Kernumsatz 1 Prozent) sowie einer normalisierten operativen Marge in Höhe von 10,0 bis 10,4 Prozent aus (bisher 8,6 bis 9,2 Prozent) und einem normalisierten Ergebnis pro Aktie in Höhe von 0,73 bis 0,77 USD (0,63 bis 0,66 Euro – vorab 0,56 bis 0,60 USD = 0,48 bis 0,52 Euro) aus. Die aktualisierte Prognose für den operativen Cashflow 2026 in Höhe von rund 400 Millionen USD (347,24 Millionen Euro) geht davon aus, »dass im Wesentlichen der gesamte IEEPA-Zollausgleich vor Jahresende eingeht, und spiegelt zudem die aktualisierte Inflationsprognose wider«.

Text: Jo Beckendorff

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