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Österreich 2025: Sport- und Fahrrad-Fachhandel behauptete sich
Keine Frage: das Jahr 2025 hielt auch für den österreichischen Sport - und Fahrrad-Fachhandel so manche Hürden parat. Nichtsdestotrotz konnte er laut dem Verband der Sportartikel-Erzeuger und Sportartikel-Händler Österreichs (VSSÖ) mit einer bemerkenswerten Stabilität gegenhalten. VSSÖ-Fazit: sowohl österreichische Sport- als auch Fahrrad-Fachhändler bleiben eine starke Säule der heimischen Wirtschaft. Das belegen auch die soeben vom Verband veröffentlichten Umsatz- und Beschäftigungs-Zahlen 2025.
Die rund 750 Sportfach-Geschäfte in Österreich Tourismus-Regionen machen in den Monaten Dezember bis März bis zu 80 Prozent ihres Jahresumsatzes. Stärkster Umsatzträger in dieser Zeit: »Verleih, Service und Ski-Depots«. So punktete auch die Wintersaison 2025/26 mit guter Schneelage und hoher Auslastung. Im Frühling und Sommer versuchen vor allem die Sportartikel-Geschäfte der Tourismusregionen vermehrt, ihr gutes Wintergeschäft unter anderem mit dem Thema Fahrrad und E-Bike halbwegs auszugleichen.Foto: Intersport Österreich

Laut VSSÖ lag der letztjährige Umsatz der österreichischen Sportartikel-Geschäfte, die anders als in Deutschland auch sehr stark am Thema Fahrrad dran sind (und damit oftmals im Frühling/Sommer ihr starkes Wintersport-Geschäft auszugleichen versuchen), bei 2,41 Milliarden Euro. Damit liegt man quasi auf Vorjahres-Niveau – genau genommen 1,1 Prozent darunter. Dasselbe gilt für die Beschäftigungszahl: die wuchs im Vergleich um gerade einmal 0,5 Prozent auf rund 14.370.
Auszubildende – quo vadis?
Was allerdings einen Rückgang schlucken musste: die Lehrlingszahlen des Sportartikel-Handels sanken im Vergleich zu 2024 um 11,8 Prozent auf 525 Azubis. Der VSSÖ teilt diese Zahl noch einmal in 58 Sportgeräte-Fachkräfte (minus 6,5 Prozent) und 50 Fahrrad-Mechatroniker (minus 13,2 Prozent) auf.
Auch wenn der Verband dazu keine Angaben macht: es ist ein offenes Geheimnis, das es nicht an dem Willen des Sportartikel-Handels liegt. Gerade der Fachhandel würde nur allzu gerne seinen Bedarf an Fachkräften vergrößern.
Nur: wo findet man in diesen Zeiten adäquate Nachwuchs-Talente? Nicht umsonst ist der VSSÖ mit sogenannten Lehrlingstagen im heimischen Markt, auf denen sich jungen Menschen praxisnah über einen Beruf in der Sport-Branche informieren können. Schließlich kommen laut den Österreichern auf einen Lehrling derzeit schätzungsweise zwei offene Lehrstellen. Das macht vor allem dem auf gut ausgebildete Fachkräfte angewiesenen Sportfach-Handel schon zu schaffen.
Stabiler Online-Handel
Der Online-Einzelhandel wuchs in Österreich zwar nicht mehr zweistellig, aber 2025 im Vergleich zum Vorjahr um 1,6 Prozent. Was den Online-Anteil im heimischen Sportfach-Handel betrifft, hat der sich laut VSSÖ in den letzten Jahren auf rund 20 Prozent eingependelt. Damit sollte er voraussichtlich sein Niveau erreicht haben.
Was wiederum belegt, dass die kompetente und persönlich »Face-to-Face«-Beratung auch im Sport- und Fahrrad-Geschäft immer noch das Maß aller Dinge ist. Dazu gesellen sich dann auch noch Serviceleistungen wie zum Beispiel Einstellen oder Reparieren.
Welche Rolle dabei vor allem der Sport- und Fahrrad-Fachhandel in den Tourismus-Regionen einnehmen, welche Umätze sie vor allem in den Monaten Dezember bis März erzielen und welche Rolle das E-Bike inzwischen einnimmt, lesen Sie in der kommenden RadMarkt-Ausgabe 5/2026.
In dieser Ausgabe auch enthalten: detaillierte Daten zum Austria-Fahradmarkt 2025.

Text: Jo Beckendorff

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