Laut der österreichischen Übernahmekommission unterliegen oben genannte Verträge – genauer gesagt ein Aktienkaufvertrag in Bezug auf den Erwerb von 100 Stück Aktien an der Pierer Bajaj AG und eine Call-Optionsvereinbarung über den Erwerb von bis zu 50.000 Stück Aktien an der Pierer Bajaj AG – »denselben aufschiebenden regulatorischen Bedingungen im Hinblick auf fusionskontrollrechtliche, investitionskontrollrechtliche und subventionskontrollrechtliche Freigaben, sowie der weiteren aufschiebenden Bedingung, dass der Kontrollerwerb durch die Bajaj Auto International Holdings BV über die Pierer Bajaj AG und somit mittelbar über die Pierer Mobility AG kein Pflichtangebot nach den Bestimmungen des österreichischen Übernahmegesetzes auslöst«. Sämtliche erforderliche fusionskontrollrechtliche Freigaben wurden bereits erteilt.
Nachdem sich die Pierer Mobility AG bis zum Jahresende komplett aus dem Fahrrad- und E-Bike-Geschäft zurückziehen wird, konzentriert sie sich jetzt auf das Motorrad-Geschäft.
In der aktuellsten Konzernstruktur der Pierer Industrie AG (datiert September 2025) führt die Pierer Mobility AG zwar neben dem Motorrad-Anbieter KTM AG noch die Pierer New Mobility AG. Unter diesem Dach ist das Fahrrad- und E-Bike-Geschäft zu Hause. Was mit diesem Unternehmen zum Jahresende (also mit dem offiziellen Ende dieses Geschäfts seitens Pierer Mobility) passiert, wurde zum Zeitpunkt dieses Schreibens nicht kommuniziert.
Letztendlich zum wiederholten Mal der Hinweis, dass das angeschlagene Motorrad-Geschäft der KTM AG nichts mit dem Fahrrad- und E-Bike-Anbieter KTM Fahrrad GmbH zu tun hat. Nach wie vor ist die KTM Fahrrad GmbH ein unabhängiges und eigenständiges Unternehmen. Das Einzige, was KTM AG und KTM Fahrrad GmbH eint, ist ihre Geschichte – mehr aber auch nicht.
Text: Jo Beckendorff


