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Österreich: Hervis verkauft zwei Ländertöchter an Frasers Group
Im Zuge seiner ausgerufenen »Restrukturierungsoffensive« trennt sich der auch Fahrradprodukte verkaufende österreichische Sporthändler und -Filialist Hervis Sport- und Modegesellschaft m.b.H. von seinen Unternehmensablegern Hervis Sport és Divatkereskedelmi Kft. (alias Hervis Ungarn) und Hervis Sport and Fashion srl. (alias Hervis Rumänien). Vorbehaltlich der kartellrechtlichen Genehmigung durch die zuständigen lokalen Behörden in Ungarn und Rumänien rollt das Duo künftig unter dem Dach des international tätigen britischen Einzelhändlers Frasers Group (European Holdings) Limited. Über den Kaufpreis und den Vertragsinhalt wurde Stillschweigen vereinbart.

»Wir sind auf dem Weg zu einem modernen und auf Sport fokussierten Fachhändler mit einer klaren Sortimentsstrategie«, erklärt Hervis-Geschäftsführer Dr. Ulrich Hanfeld den Verkaufsschritt, »die modeorientierten Märkte in Ungarn und Rumänien haben sich von unserem Kerngeschäft entfernt. Mit dem Verkauf von Hervis Rumänien und Hervis Ungarn konzentrieren wir uns mit voller Energie auf die Schärfung unseres Profils in unseren Kernmärkten Österreich, Slowenien und Kroatien.«
Auf Basis der Einigung vom 24. November 2025 werden 29 Hervis-Stores in Ungarn und 49 Hervis-Stores in Rumänien sowie die derzeit dort beschäftigten Mitarbeitenden zukünftig von Frasers Group geführt.
Die Hervis-Standorte und Teams in Österreich, Slowenien und Kroatien sind nicht von dieser Einigung betroffen.
Hervis ist ein 100prozentiges Tochterunternehmen der Spar Österreichische Warenhandels-AG. Zum Ende 2024 betrieb Hervis rund 227 Standorten in Österreich, Slowenien, Ungarn, Kroatien und Rumänien, die zusammen einem Brutto-Verkaufsumsatz von über 490 Millionen Euro erwirtschafteten.
Frasers Group: nach Wiggle CRC und Sport Scheck jetzt Hervis Ungarn und Herivs Rumänien
Mit dieser Übernahme weitet der britische Sport- und Modehändler Frasers Group seine internationalen Sport- und Fahrrad-Ambitionen weiter strategisch aus.
2024 kaufte Frasers Group bereits den deutschen Sportfilialisten Sport Scheck und den führenden virtuellen Fahrrad-Händler Wiggle CRC (Chain Reaction Cycles) von der insolventen Signa Sports United (SSU) und deren Mutter Signa Holding GmbH. Die dazu gehörigen Bikemarken Nukeproof (die wie berichtet Anfang 2025 an die Belgian Cycling Factory – kurz BCF – weiterverkauft wurde) und Vitus Frasers rundeten das vorab bestehende Bike-Portfolio (Bikeanbieter Evans Cycles und Online-Bikehändler ProBikeKit) der Briten ab. Jetzt will Frasers Group mit weiteren Übernahmen in der EU wachsen.

Text: Jo Beckendorff

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