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Orbea: Langfristige Denke beruht auf genossenschaftlicher Struktur
Same procedure as every year: letzten Samstag (9. Mai) kam die Belegschaft des genossenschaftlich organisierten baskischen Fahrrad-Produzenten Orbea S. Coop. wieder zu ihrer Jahres-Generalversammlung zusammen. Auch wenn wie in den Vorjahren keine detaillierten Geschäftszahlen zu erwarten waren - die Genossen haben eigenen Angaben zufolge im zurückliegenden Jahr 2025 ihren Umsatz und ihre Profitabilität konsolidiert - und damit laut Eigenangaben ihr Wertversprechen gestärkt.
Die alljährliche Orbea-Generalversammlung fand in diesem Jahr am letzten Samstag statt.Foto: Orbea
Die bisherige Finanzdirektorin Nagore Larrabeiti wurde in diesem Jahr zur neuen Orbea-Präsidentin gewählt.Foto: Orbea

Während sich der Produzent mit Blick auf Geschäftszahlen bedeckt hält, standen auf der diesjährigen Generalversammlung die turnusmäßig alle vier Jahre stattfindenden Wahlen der Führungspositionen im Rampenlicht. So wählten die Mitglieder die seit mehr als 20 Jahren im Unternehmen und seit 2012 als Finanzdirektorin tätige Nagore Larrabeiti zur neuen Präsidentin. Sie folgt auf Ruben Gabilondo und wird das Projekt Orbea »mit seiner langfristigen genossenschaftlichen Vision weiter voranzubringen – immer mit den Menschen im Mittelpunkt«.
Konsolidierung
Orbea ist seinen strategischen Grundsätzen dem angespannten Marktumfeld 2025 (Stichworte Überangebot, Preisdruck, Liquidität etc.) zum Trotz treu geblieben. So habe man die Zusammenarbeit mit seinem Vertriebsnetz weiter gestärkt und zugleich noch konsequenter auf Werterhalt, Innovationen und ein starkes Produktangebot gesetzt.
Ohne genaue Zahlen zu nennen: Dank kontinuierlicher Marktbeobachtung und eines sorgfältig verwalteten, vorsichtigen und verantwortungsvollen Vertriebsplans konnte die Genossenschaft das Geschäftsjahr 2025 mit einem im Vergleich zum Vorjahr leichten Umsatz-Rückgang von 2,3 Prozent beenden. Da die Auswirkung auf die Margen minimal blieben, konnten die Ergebnisse weiterhin im Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre gehalten werden. Nicht zu vergessen: fast 20 Prozent der Ergebnisse fließen in die verschiedenen innerhalb der Genossenschaft eingerichteten Solidaritäts- und Sozialfonds. Diese Angabe wird unter anderem in dem RadMarkt vorliegenden Orbea Impact Report 2025 genannt.
Neuer Wirkungsplan
Damit auch zukünftig gute Ergebnisse eingefahren werden, wurde ein neuer Wirkungsplan vorgestellt: »Die Initiative soll soziale, industrielle und ökologische Verantwortung fest im Wettbewerb und in der Weiterentwicklung des Unternehmens verankern. Die Genossenschaft ist überzeugt, dass Verantwortung kein vom Unternehmen losgelöster Bereich ist, sondern direkt daraus entsteht, wie Werte geschaffen, reinvestiert und geteilt werden. Aus dieser Haltung heraus treibt Orbea Wandel und Fortschritt mit der Kraft des Radsports voran – getragen von genossenschaftlichen Werten und einer langfristigen Perspektive.«
Dazu Orbea-CEO Daniel Martínez: »Bei Orbea ist Wirkung nichts, das erst nach der Geschäftstätigkeit entsteht. Sie ist Teil unserer Entscheidungsfindung, unserer Investitionen und unserer Zukunftsgestaltung. Als Genossenschaft denken wir langfristig. Wir wollen ein wettbewerbsfähiges und profitables Unternehmen aufbauen, aber auch eines, das für Menschen, die Gemeinschaft vor Ort und kommende Generationen von Nutzen ist.«
Ausblick
Für die Umsetzung der geplanten strategischen Entwicklungsprojekte der Marke seien die erwirtschafteten Mittel – darunter der Ausbau der Produktions- und Logistik-Kapazitäten ebenso wie die Entwicklung neuer Technologien und die Weiterbildung der Menschen, die zur Genossenschaft gehören – entscheidend. »2026 zeichnet sich als ein entscheidendes Jahr ab und könnte die Branche in einem globalen, von Unsicherheit geprägten Umfeld neu definieren«, hieß es auf der Generalversammlung.

Text: Jo Beckendorff

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