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Piaggio Group hat in herausfordernden Zeiten »alles unter Kontrolle«
Piaggio & C. S.p.A. (alias Piaggio Group)-CEO Michele Colaninno sieht im ersten Jahresquartal des laufenden Geschäftsjahres 2025 eine Zeit, in der »die internationalen Märkte nach Stabilität suchten und die makroökonomische und geopolitische Komplexität anhielt«. Der wird die europäischen Zweirad- und Nutzfahrzeug-Größe weiterhin mit einem umsichtigen Managementansatz »in einem für die europäischen Hersteller nicht immer günstigen Wettbewerbsszenario« entgegentreten.

In Zeiten wie diesen sei es von entscheidender Bedeutung, Flexibilität zu bewahren und gleichzeitig die Liquidität und das Finanzmanagement unter Kontrolle zu halten.
So fuhren die Italiener im ersten Verkaufsquartal 2025 einen konsolidierten Nettoumsatz von 370,7 Millionen Euro ein. Damit lag man 13,4 Prozent unter dem des vergleichbaren Vorjahres-Zeitraums. Die industrielle Bruttomarge betrug 113,2 Millionen Euro (minus 13,0 Prozent) – was laut Piaggio Group einer Rendite von 30,5 Prozent entspricht. Das EBITDA musste mit seinen 62 Millionen Euro ebenso Federn lassen (minus 17,7 Prozent) wie das EBIT mit seinen 24,4 Millionen Euro (minus 41,0 Prozent). Somit sank auch der letztendliche Reingewinn um 53,0 Prozent auf 8,7 Millionen Euro.
Der oben genannte konsolidierten Nettoumsatz teilt sich wie folgt auf:

Zweiräder (Marken Aprilia, Derbi, Gilera, Moto Guzzi, Piaggio, Scarabeo, Vespa etc.): 283,9 Millionen Euro (minus 14,4 Prozent)
Nutzfahrzeuge (Marken Ape, Porter, Quargo): 86,8 Millionen Euro (minus 10,0 Prozent)

Im oben genannten Zweirad-Umsatz enthalten: Ersatzteile und Zubehör mit einem Wert von 35 Millionen Euro (plus 0,3 Prozent). Insgesamt wurden im ersten 2025er-Quartal von Piaggio Group weltweit 78.700 Zweiräder abgesetzt (minus 13,9 Prozent).
Dass es in der Verkaufsmenge zweistellige Einbußen gab, hängt auch mit der zum Jahreswechsel vollzogenen Umstellung von der »EURO 5«- auf die «EURO 5+«-Norm zusammen. Diese Umstellung hatte im vierten Quartal 2024 auf dem europäischen Markt noch einmal zu einem erheblichen Anstieg der Fahrzeug-Zulassungen geführt, dem nun ein Verkaufsrückgang folgte.
Im Bereich der Motorroller erreichte die Piaggio-Gruppe im ersten Quartal 2025 in Europa einen Marktanteil von 15,3 Prozent und in Nordamerika sogar einen von 29,9 Prozent. Überhaupt verzeichnete das Rollersegment laut Piaggio Group eine starke Performance.
Ausblick
Was erwarten die Italiener in diesen herausfordernden Zeiten von ihrem laufenden Geschäftsjahr 2025? Nach wie vor sei die für dieses Jahr aufgestellte Prognose »mit der Notwendigkeit einer geopolitischen und wirtschaftlichen Stabilität verbunden, die sich positiv auf die Kaufbereitschaft der Verbraucher auswirken kann. Wir werden weiterhin auf die aktuellen makroökonomischen und geopolitischen Komplexitäten mit einem sorgfältigen Produktivitätsmanagement reagieren und die Investitionen in die Produkte unserer Kultmarken sowie in Forschung, Technologie und unsere Produktionsstätten erhöhen«.

Text: Jo Beckendorff

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