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Piaggio Group konnte 2025 positive Margen trotz zweistelligem Umsatzrückgang halten
Die italienische Zweirad- und Nutzfahrzeug-Herstellergröße Piaggio & C. S.p.A. (Piaggio Group) hat ihr Geschäftsjahr 2025 mit einem konsolidierten Nettoumsatz von 1,50 Milliarden Euro abgeschlossen. Verglichen mit dem Vorjahr ist das ein Rückgang von 11,7 Prozent (bzw. bei konstanten Wechselkursen minus 9 Prozent).

Laut Piaggio Group-CEO Michele Colaninno war das Jahr 2025 ein weltweit komplexes Jahr mit erheblichen Hürden wie neuen Handelszöllen, steigenden Rohstoff-Kosten und internationalen Währungstrends, die ein ausgeprägtes Maß an Instabilität aufwiesen: »Ungeachtet dieses Umfelds gelang es der Piaggio-Gruppe dennoch, sehr positive Margen zu halten und ihre Bruttomarge im Vergleich zum Vorjahreszeitraum erneut zu verbessern, und zwar durch Prozesse zur Steigerung der Unternehmensproduktivität.«
Der zweistellige Umsatzrückgang 2025 stützt sich geografisch gesehen auf einen weltweiten Nachfrage-Rückgang. Während die Verkaufsregionen EMEA & Americas im Vergleich zum Vorjahr ein Umsatzminus von 10,5 Prozent verdauen mussten, war es sowohl in der Verkaufsregion Asien-Pazifik als auch in Indien ein jeweiliges Minus von 14 Prozent.
Das konsolidierte EBITDA sank im Vergleich um 12,5 Prozent auf 250,8 Millionen Euro und die EBITDA-Marge um 0,2 Punkte auf 16,7 Prozent. Das alles führte letztendlich zu einem Nettogewinn 2025 in Höhe von 34 Millionen Euro. Zum Vergleich: 2024 war er mit 67,2 Millionen Euro noch nahezu doppelt so hoch.
Zweiräder
Was die letztjährigen Zweirad-Verkäufe betrifft, erzielten sie mit weltweit 329.000 verkauften Einheiten (minus 8,6 Prozent) einen Nettoumsatz von 1,16 Milliarden Euro (minus 11,0 Prozent). Dieser Umsatz beinhaltet auch Ersatzteil- und Zubehör-Verkäufe in Höhe von 148,8 Millionen Euro (minus 2,9 Prozent).
Was die Verkaufsregion Europa betrifft, wurde die Nachfrage nach der Einführung der neuen EURO 5+-Norm negativ beeinflusst. Dies habe zwar zu einer erheblichen Zahl von Fahrzeug-Zulassungen im vierten Quartal 2024 geführt, die allerdings im Laufe des Jahres 2025 absorbiert wurden.
Nutzfahrzeuge
Im Bereich Nutzfahrzeuge verzeichnete die Piaggio-Gruppe 2025 einen Absatz von 116.200 Fahrzeugen (minus 4,5 Prozent). Mit denen wurde ein Nettoumsatz von 346,6 Millionen Euro (minus 14,0 Prozent) eingefahren. Auch hier sind die Umsätze für Ersatzteile und Zubehör in Höhe von 59,9 Millionen Euro (minus 4,8 Prozent) enthalten.
Ausblick
Nachdem der 2025er-Abschreibungs-Anstieg hauptsächlich auf den Produktionsstart von Elektromotoren zurückzuführen ist, der im Rahmen des Europäischen Grünen Deals erforderlich ist, verlaufen die Investitionen in Produktionsstätten planmäßig. So ließe sich die Produktion so verteilen, dass verschiedene Märkte effizient bedient werden können: »Obwohl es nach wie vor schwierig ist, genaue Prognosen für die unmittelbare Zukunft abzugeben, bestätigt der Konzern seine langfristgien Produktstrategien in den Bereichen Zweiräder, Nutzfahrzeuge und fortschrittliche Robotik, die Entwicklung und Innovation miteinader verbinden sollen, um so die Stärke und den Wert unserer Marken auf den Weltmärkten hervorzuheben und unsere Position unter den weltweit führenden Marktführern weiter zu steigern.«

Text: Jo Beckendorff

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