Aufgrund der starken Euro gegenüber Fremdwährungen lag der Nettoumsatz nach aktuellen Wechselkursen bei 431,7 Millionen Euro. Im Vergleich zu 01-03/2025 ist das ein Rückgang von 7,8 Prozent.
Was die Verkaufsmenge betrifft, wuchs die in Indien um 3,8 Prozent (währungsbereinigt 26,6 Prozent). In den anderen Verkaufsregionen der italienischen Zweirad- und Nutzfahrzeug-Größe (Amerika, APAC, EMEA) waren die Verkaufszahlen leicht rückläufig.
Laut Piaggio Group wurde oben genannter Gesamtverkaufs-Anstieg erzielt, »obwohl die Liefermengen in bestimmten geografischen Gebieten niedrig gehalten wurden, um die Einführung neuer Modelle und Produkte zu erleichtern«. Der Absatz dieser neuen Modelle und Produkte würde sich ab dem derzeit laufenden zweiten Quartal positiv auswirken.
Zweiräder
Was den Sektor motorisierte Zweiräder betrifft, verkaufte Piaggio Group im ersten Jahresquartal weltweit 72.300 Einheiten (minus 8,1 Prozent). Mit ihnen wurde ein währungsbereinigter Nettoumsatz von 249,60 Millionen Euro (minus 8,3 Prozent) erzielt. In dieser Summe sind auch Ersatzteile und Zubehör im Wert von 32,3 Millionen Euro (minus 7,7 Prozent) enthalten.
Auf dem europäischen Markt steigerte die Piaggio-Gruppe ihren Anteil im Rollersegment laut Eigenangaben von 15,4 Prozent auf 15,6 Prozent. Der Anteil im Motorradsegment blieb in Europa hingegen stabil.
Rentabilitätsverbesserung durch gewissenhafte Management-Leistung
Während das konsolidierte EBITDA im Vergleich zu 01-03/2025 um 7,3 Prozent auf 57,5 Millionen Euro sank, erzielte die EBITDA-Marge mit 16,8 Prozent einen ihrer bisher besten Werte. Zum Vergleich: in den ersten drei Monaten des Vorjahres lag sie bei 16,7 Prozent. Die Italiener führen das auf ihr sorgfältiges Vorgehen bei Rohstoffen, Vertriebskosten und Betriebsausgaben im Allgemeinen zurück. Der Gewinn vor Steuern für das erste Jahresquartal lag bei 8,5 Millionen Euro (minus 33,1 Prozent).
Piaggio Group-Geschäftsführer und -CEO Michele Colaninno sieht im Verkaufsanstieg einen Gegensatz zum Trend der vorherigen Quartale, die – verursacht durch unvorhersehbare geopolitische Ereignisse – von einem starken Rückgang des Verbraucher-Vertrauens geprägt waren. Diese würden leider weiterhin bestehen und könnten sich mitunter auch verschärfen. Die Verkäufe auf dem nordamerikanischen Markt würden zudem nach wie vor durch Zölle kräftig eingebremst.
Ausblick
Piaggio Group verfolgt laut Eigenangaben weiterhin ihre Mission, »immer fortschrittlichere Lösungen für die sich wandelnden Mobilitätsbedürfnisse der Menschen in Industrie- und Entwicklungsländern, in großen Ballungsräumen wie auch in kleineren Gemeinden anzubieten«.
Anders ausgedrückt: trotz der aktuellen geopolitischen und wirtschaftlichen Herausforderungen werden die Italiener weiterhin darauf hinarbeiten, zu wachsen und entsprechend zu investieren – »mit dem Ziel, ihre Rolle unter den Branchenführern weiter zu festigen und gleichzeitig ihr Engagement für ESG-Themen zu bekräftigen«.
Text: Jo Beckendorff


