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Pierer Mobility AG: Gutes Halbjahr, Restrukturierung im Plan, Fahrrad-Abverkauf besser als erwartet
Die Pierer Mobility AG meldet einen Umsatz im ersten Halbjahr 2025 von 425 Millionen Euro, wobei mehr als 50.000 Motorräder an Händler und Importeure verkauft wurden. Im Handel wurden über 100.000 Motorrädern verkauft und die Lagerbestände deutlich reduziert.

Außerdem wird ein Restrukturierungsgewinn von 1.187 Millionen Euro gemeldet – in Verbindung mit positivem Eigenkapital und einer mehr als halbierten Nettoverschuldung.

Die Pierer-Mobility-Gruppe verkaufte im ersten Halbjahr 2025 exakt 50.334 Motorräder (Vorjahr: 115.145). Darüber hinaus wurden über den strategischen Partner Bajaj Auto 34.950 Motorräder (Vorjahr: 32.351) abgesetzt. In Indien stiegen die Absätze im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 8 Prozent dank der Partnerschaft mit Bajaj Auto. Insgesamt setzte die Gruppe somit 85.284 Motorräder ab (Vorjahr: 147.496 Stück).

Der Rückgang des Gesamtabsatzes um 42,2 % war im Wesentlichen dem Sanierungsverfahren der KTM AG und einer Zurückhaltung bei der Auslieferung neuer Modelle sowie dem wirtschaftlichen Gesamtumfeld und seinen Auswirkungen auf den Motorradmarkt im ersten Halbjahr 2025 geschuldet.

Abverkauf einiger Fahrradmarken bis Ende 2025

Im Fahrradbereich setze die Gruppe im ersten Halbjahr 50.107 Fahrräder ab (Elektrofahrräder und Fahrräder). Damit verlaufe der Wind-down des Geschäftsfeldes Fahrrad deutlich schneller als geplant. Die Fahrradmarken Husqvarna sowie Gasgas sollen bis Ende 2025 ausverkauft sein – sämtliche Garantie/Service- und Ersatzteillieferungen würden gemäß den gesetzlich vorgeschriebenen Gewährleistungserfordernissen weitergeführt. Davon nicht betroffen ist das Geschäft mit Fahrrädern der weitergeführten Marke Felt.

Die Absatzentwicklung spiegelte sich im Umsatz wider, der um 57,8 % auf 425 Millionen Euro sank. 46,5 % des Umsatzes wurden in Europa erwirtschaftet, 32,4 % in Nordamerika und 21,1 % in sonstigen Märkten.

Sanierungsverfahren erfolgreich abgeschlossen – positives operatives Ergebnis

Mit den erfolgreichen Abschlüssen der Sanierungsverfahren der KTM AG und zwei ihrer Tochtergesellschaften entstand ein Sanierungsgewinn in Höhe von 70 % der angemeldeten Gläubigerforderungen oder 1,187 Millionen Euro. Das EBITDA erreichte 1.003 Millionen Euro, das EBIT 931 Millionen Euro und das Periodenergebnis belief sich auf 740 Millionen Euro.

Positives Eigenkapital – Nettoverschuldung mehr als halbiert

Das Eigenkapital betrug per 30. Juni 2025 aufgrund des Sanierungsgewinns 533 Millionen Euro und ist bei einer Eigenkapitalquote von rund 27 % wieder positiv. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Nettoverschuldung nach Erfüllung der Sanierungsquote mehr als halbiert – sie liegt nun bei 756 Millionen Euro (31. Dezember 2024: 1.643 Millionen Euro).

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