Im ersten Halbjahr 2025 setzte Pierer im Fahrradbereich rund 50.000 Räder ab – knapp sieben Prozent weniger als im Vorjahr. Während die Stückzahlen insgesamt rückläufig waren, legte der Absatz von E-Bikes deutlich zu: Mit fast 45.000 verkauften Einheiten stieg er um knapp 56 Prozent. Dennoch blieb die Sparte defizitär, wenngleich die Verluste deutlich geringer ausfielen (EBIT –11 Mio. Euro nach –117 Mio. Euro im Vorjahr).
Das Unternehmen spricht von einem „schneller als geplanten Wind-down“. Der Abverkauf habe positive Effekte auf die Liquidität gebracht, ein wichtiges Ziel im Zuge des umfassenden Sanierungs- und Restrukturierungsprozesses.
Während die Fahrradsparte verschwindet, konzentriert sich Pierer künftig voll auf das Motorradgeschäft – neben den auch als E-Bikes verkauften Marken Husqvarna und Gasgas ist vor allem KTM Motorrad eine Säule im Pierer-Portfolio. Die Produktion in Österreich lief Ende Juli nach einem mehrmonatigen Stillstand wieder an.
Mit dem Ausstieg aus dem Fahrradsegment endet ein ambitioniertes, aber verlustreiches Kapitel für Pierer. Noch im vergangenen Jahr hatte das Unternehmen versucht, sich mit seinen Fahrradmarken als relevanter Player im boomenden E-Bike-Markt zu etablieren – nun wird das Kapitel zum Jahresende geschlossen.

