Laut Mitteilung der italienischen Marke gewinnt im Rennradsegment die Größe 35-622 an Bedeutung. Moderne Rahmenkonstruktionen und Felgen mit größerer Innenbreite ermöglichen zunehmend den Einsatz breiterer Reifen. Daraus ergibt sich nach Angaben des Herstellers ein neues Verhältnis zwischen Komfort, Kontrolle und Rollwiderstand, insbesondere auf unebenem Asphalt.
Pirelli bietet die 35-Millimeter-Option inzwischen in mehreren Modellen seines Rennrad-Portfolios an, darunter beim Cinturato Evo sowie bei den Tubeless-Modellen P Zero Race TLR und P Zero Race TLR RS.
Der P Zero Race TLR wurde ursprünglich als schlauchloser Hochleistungsreifen mit Speedcore-Technologie entwickelt und wird im Werk Mailand-Bollate gefertigt. Die Konstruktion kombiniert eine Aramid-verstärkte Karkasse mit der Smart-EVO-Gummimischung und zielt auf geringeren Rollwiderstand und erhöhten Pannenschutz ab.
FSC-zertifizierter Naturkautschuk im Rennradreifen
Mit dem Modell P Zero Race TLR RS hat Pirelli zudem erstmals einen Fahrradreifen mit FSC-zertifiziertem Naturkautschuk eingeführt. Die Zertifizierung bestätigt, dass der eingesetzte Naturkautschuk aus Plantagen stammt, deren Bewirtschaftung Kriterien für verantwortungsvolle Forstwirtschaft erfüllt.
Der Reifen wird ebenfalls im Werk Bollate produziert und ist nach Herstellerangaben auf geringes Gewicht, niedrigen Rollwiderstand sowie hohe Haftung bei unterschiedlichen Wetterbedingungen ausgelegt. Der Anteil des Naturkautschuks liegt bei rund 23 Prozent des Gesamtgewichts des Reifens.
Für den Fachhandel spiegeln diese Entwicklungen mehrere Trends im Fahrradmarkt wider: eine zunehmende Differenzierung bei Reifenbreiten im Rennradsegment zu immer größeren Dimensionen sowie wachsende Anforderungen an nachvollziehbare Nachhaltigkeitsstandards bei Materialien und Produktion.


