Laut den Düsseldorfern erhöhte sich ihr Bruttowaren-Volumen (GMV) im Vergleich zu 01-06/2025 um 20,9 Prozent auf 788,6 Millionen Euro. Der Nettoumsatz konnte um 22,7 Prozent auf 421,0 Millionen Euro hochschalten.
Laut Anbieter war das Wachstum überwiegend organisch geprägt. »Damit hat die TPG ihr kommuniziertes Ziel im Berichtszeitraum erreicht, einen stärkeren Fokus auf die operative Weiterentwicklung des bestehenden Geschäfts zu legen. Die organische Entwicklung wurde dabei sowohl durch Wachstumsinitiativen als auch Effizienzprogramme vorangetrieben,« heißt es im vorliegenden Geschäftsbericht.
Mit einem bereinigten EBITDA von 40,8 Millionen Euro erzielte TPG auch das höchste operative Halbjahresergebnis ihrer Unternehmensgeschichte. Zum Vergleich: in den ersten sechs Monaten des Vorjahres lag es bei 33,3 Millionen Euro. Das berichtete EBITDA kletterte auf 45,4 Millionen Euro (01-06/2025: 43,7 Millionen Euro). Das Konzernergebnis (alias Nettogewinn) lag mit seinen 33,5 Millionen Euro allerdings gerade einmal 0,6 Prozent über dem von 01-06/2025.
Laut Geschäftsbericht beruht der leichte Ergebnisanstieg »im Wesentlichen auf einer verbesserten operativen Entwicklung der bestehenden Plattformen sowie den Effekten des Kostensenkungs- und Effizienzprogramms, Sondereffekte wie Kaufpreisallokationen sind im Gegensatz zum Vorjahr von untergeordneter Bedeutung, da weniger M&A-Transaktionen umgesetzt wurden«.
Heißt genauer gesagt, dass TPG im Berichtszeitraum nur zwei Add-on Akquisitionen erfolgreich vollzogen hat (der RadMarkt berichtete). Mit einer der Übernahmen (Möbel-Plattform Cocoli GmbH) stärkt der Plattform-Löser auch seinen Bereich »Freight Goods« – laut eigenen Angaben das einzige von insgesamt fünf TPG-Geschäftssegmenten, das einen Umsatz- und Gewinn-Rückgang verdauen musste. Unter »Freight Goods« haben die Düsseldorfer eigenen Angaben zufolge übrigens auch ihre Mobility-Sparte mit den drei Fahrrad-Plattformen (www.bike-angebot.de, www.fahrrad-teile.shop/ und www.jungherz.gmbh) inklusive einem stationären Geschäft gepackt (zu denen leider keine Zahlendetails ausgewiesen werden).
Ausblick 2026
»2026 ist für uns das Jahr der operativen Skalierung. Wir wachsen primär organisch, steigern unsere Profitabilität und generieren gute Cashflows. Dadurch reduzieren wir die Verschuldung und schaffen gleichzeitig finanziellen Spielraum für künftige Investitionen. Auch werden wir ein bis zwei Unternehmen im Portfolio veräußern und uns von Unternehmen trennen, wenn sie keinen Gewinn machen. Akquisitionen bleiben Bestandteil unserer Strategie und stehen im Einklang mit unserer disziplinierten Kapitalallokation«, erklärt TPG-Gründer und -CEO Dr. Dominik Benner.
Vor diesem Hintergrund bestätigt der TPG-Vorstand die Prognose für das Geschäftsjahr 2026. Heißt, dass weiterhin von einem Bruttowarenvolumen (GMV) von 1,7 Milliarden Euro, einem Nettoumsatz von 1,0 Milliarden Euro sowie einem bereinigten EBITDA zwischen 70 Millionen und 80 Millionen Euro ausgegangen wird.
Text: Jo Beckendorff


