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Plattform-Löser TPG setzt Wachstums-Kurs im ersten Jahresquartal 2026 fort
Das börsennotierte Software-Unternehmen für Plattform-Lösungen The Platform Group SE & Co. KGaA (TPG) erzielte mit seinen mittlerweile 36 B2B- und B2C-Plattformen in 28 Branchen im ersten Verkaufsquartal des laufenden Geschäftsjahres 2026 im Vergleich zu den ersten drei Monaten des Vorjahres nicht nur einen deutlich verbesserten Gross Merchandise Value (GMV), sondern auch ein deutlich zweistelliges Umsatz-Wachstum sowie ein deutlich verbessertes EBITDA.

In den TPG-Zahlen enthalten: die als Teil des ausgewiesenen TPG-Sektors »Freight Goods« aus drei Fahrrad-Plattformen (www.bike-angebot.de, www.fahrrad-teile.shop/ und www.jungherz.gmbh) und einem stationären Geschäft zusammensetzende Mobility-Sparte (zu der allerdings leider keine Zahlen explizit ausgewiesen werden).
Das GMV – also der Gesamtwert bzw. das Brutto-Handelsvolumen aller über eine TPG-Plattform oder einen TPG-Shop verkauften Waren und Dienstleistungen – wuchs gegenüber 01-03/2025 um 23 Prozent auf 438,4 Millionen Euro. Der Nettoumsatz wuchs im Vergleich sogar um 51,2 Prozent auf 243,1 Millionen Euro. So konnte auch das bereinigte EBITDA um 37,1 Prozent auf EUR 21,8 Millionen Euro hochgefahren werden.
Grundlage für das Wachstum waren laut Unternehmensangaben »zum einen der Anstieg der angebundenen Partner auf 17.221, zum anderen der erfolgreiche Ausbau der Plattform- und Software-Lösungen«.
Nichtsdestotrotz lag der letztendliche Nettogewinn mit seinen 17,7 Millionen Euro 2,7 Prozent unter dem des vergleichbaren Vorjahres-Zeitraums.
»Das erste Quartal verlief positiv, entsprach im Ergebnis unseren Erwartungen und wir konnten ein hohes organisches Wachstum in unseren Segmenten erzielen. Gleichzeitig stieg das operative Ergebnis,« erklärt TPG-Gründer und -CEO Dr. Dominik Benner. Allerdings gebe es einen fundamentalen Unterschied: »Seit dem Irankrieg haben sich Zins- und Logistikkosten deutlich verändert. Entsprechend passen wir unsere Strategie an. Konkret planen wir eine Verringerung der Abhängigkeit von Logistikkosten sowie eine Reduktion der Zinskosten durch den aktiven Abbau von Bankverbindlichkeiten. Die Verschuldungsquote soll künftig deutlich sinken. Ebenfalls werden wir unser Portfolio aktiver managen und Kosten reduzieren. Die Zahl der für das laufende Geschäftsjahr geplanten Akquisitionen haben wir auf fünf bis sechs verringert.«
Ausblick
Angesichts der erfolgreichen Geschäftsentwicklung im ersten Quartal 2026 hat der TPG-Vorstand die bereits im Januar veröffentlichte Prognose für das Gesamtjahr 2026 noch einmal bestätigt.
Demnach streben die Düsseldorfer »ein GMV von 1,7 Milliarden Euro, einen Nettoumsatz von 1,0 Milliarden Euro sowie ein bereinigtes EBITDA in einer Bandbreite von 70 bis 80 Millionen Euro« an.
Die Prognose wird angepasst, sobald der Vollzug der jeweiligen Merger & Acquisitions (M&A)-Transaktionen veröffentlicht wird. Im Hinblick auf den aktuellen Stand der geplanten Akquisition des Pharma-Großhandels AEP GmbH (der RadMarkt berichtete) wird mitgeteilt, dass die Closing-Bedingungen des Kaufvertrags derzeit noch nicht vollständig umgesetzt sind. Entsprechend wird mit einem Fortgang im Juni 2026 gerechnet.

Text: Jo Beckendorff

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