Auch wenn der E-Bike-Boom dem ungarischen Produzenten Auftrieb verschaffte und man 2023 noch einmal mit einem Stand-Comeback auf den internationalen Messen Taipei Cycle Show und Eurobike in Frankfurt alles versuchte – es hat nicht gereicht. Berkes erklärt, dass sein sowohl auf OEM-Produktion als auch auf die Eigenmarke Gepida setzendes Unternehmen wie alle anderen auf dem Markt vor denselben Problemen standen: »Auftragsstornierungen, Kunden, die in Konkurs gingen, verschobene Abholungen von Bestellungen, die zu riesigen Lagerbeständen führten, keine Gewinnspanne bei den Fahrrädern, hohe Finanzierungskosten, Produkte von insolventen Unternehmen, die den Markt unterhalb der Selbstkosten-Preise überschwemmten usw. – wird sind Opfer dieser Situation geworden.« So habe er nach 32 Jahren die schwere Entscheidung treffen müssen, das Unternehmen aufzugeben.
Selbst wenn die Eigenmarke Gepida (ein Großteil der Olimpia-Produktion entfiel auf diese Eigenmarke) zuletzt in Ungarn sowie Osteuropa ausschließlich mit Fahrrädern und in Westeuropa ausschließlich mit E-Bikes punkten wollte – man habe in den letzten zwei Jahren einfach zu viel Geld verloren, um weitermachen zu können.
Letztendlich hofft Berkes, »dass diese Branche so schnell wie möglich aus dieser schwierigen Lage herauskommt und wieder aufwärts geht«. Ob mit oder ohne ihn? Zum Zeitpunkt dieses Schreibens ist nur eines sicher: ohne Olimpia Bicycle Ltd. und der Marke Gepida.
Text: Jo Beckendorff


