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RETRACT-Ziel: nachhaltige Textil- und Bekleidungslösungen
Dass die Länder der EU der jährlich immer größere Textilmüll irgendwann vor die Füße fällt, wird einem mit Blick auf die wachsenden Zahlen klar. EU-Zielsetzung ist es nun, die Textil- und Bekleidungsbranche so zu verändern, dass bis zum Jahr 2030 ressourcenschonend und kreislauffähig produziert wird. Textil- und Bekleidungsanbieter sollten sich also rechtzeitig informieren.
Foto: RETRAKT

Schließlich wird die EU den Wandel in den nächsten Jahren europaweit durch zahlreiche neu erlassene Gesetze beschleunigen. Dieser Wandel betrifft natürlich auch Bikewear-Anbieter.
Das Forschungsprojekt RETRAKT (steht für »Resilientes Transformationsmanagement zur Kreislaufwirtschaft in der Textilindustrie«) beschäftigt sich eingehend mit der Frage, wie die Transformation erfolgreich in die Tat umgesetzt werden kann.
»Viele Textil- und Bekleidungshersteller fühlen sich von den zahlreichen neuen Gesetzen überfordert und wissen nicht, wo sie beginnen sollen. Im Projekt RETRAKT entwickeln wir modellhaft eine Vorgehensweise zur Umgestaltung linearer zu zirkulären Prozessabläufen, die später auf weitere Unternehmen der Branche übertragen werden kann. Die Befähigung der verantwortlichen Mitarbeitenden ist dabei die zentrale Aufgabe«, erläutert Prof. Thomas Mühlbradt von der Aachener FOM Hochschule Ökonomie & Management das Vorgehen des Projekts.
Mittlerweile fallen jährlich weltweit 120 Millionen Tonnen Textilmüll (davon 12,6 Millionen in der EU) an. Von denen wird allerdings nur 1 Prozent zu neuer Kleidung recycelt.
Das Forschungsprojekt RETRAKT untersucht, wie die Umstellung der Textilindustrie von einer linearen zu einer Kreislaufwirtschaft nachhaltig und widerstandsfähig gestaltet werden kann. Da der Wandel zu einer zirkulären Produktion nicht nur technische und wirtschaftliche Fragen aufwirft, werden die Menschen und ihre zahlreichen neuen Aufgaben »auch unter den aktuell sehr unsicheren Bedingungen« in den Mittelpunkt der Untersuchung gestellt.
Bei der Entwicklung sollen notwendige Transformationsprozesse im Unternehmen praxisnah und praxisrelevant abgebildet werden. Dazu gesellt sich eine Kombination unterschiedlicher wissenschaftlicher Methoden.
»RETRAKT bringt Menschen, Wissen und Technologien zusammen, um die Textilindustrie widerstandsfähiger und nachhaltiger zu machen«, erklärt David Bergstein in seiner Rolle als Geschäftsführer vom Software-Entwickler und RETRAKT-Digitalpartner i2solutions GmbH.
Mehr Info sowohl über den RETRAKT-Webauftritt www.retrakt.de als auch über die Projektleiterin Nicole Espey (E-Mail: Nicole.Espey@ita-aachen.de) vom Institut für Textiltechnik (ITA) der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) Aachen.

Text: Jo Beckendorff

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