Heißt, dass das zum 31. Oktober endende Rose-Geschäftsjahr 2024/2025 weder von Konsum-Zurückhaltung noch Sättigungstendenzen »insbesondere in preisgetriebenen Volumensegmenten« groß eingebremst werden konnte.
Ohne genaue Zahlen zu nennen – der Umsatz im Bike-Segment stieg sogar im Vergleich um 7 Prozent. Damit entwickelte er sich erneut überproportional zum Gesamtumsatz – und bleibt für das Gesamtgeschäft prägend.
Wobei Rose Bikes »insbesondere in den Bereichen Gravel und Rennrad« von einer hohen Nachfrage profitierte. »Moderne Plattformen, technologische Weiterentwicklung und eine hohe Geschwindigkeit in der Produktentwicklung stärken die Wettbewerbsposition in diesen Segmenten«, heißt es dazu aus Bocholt.
»Der Markt befindet sich in einer Phase der Neujustierung. Entscheidend ist, strukturell sauber zu arbeiten, konsequent Nachfrage-Orientierung umzusetzen und langfristig zu denken«, erklärt Rose Bikes-Geschäftsführer Thorsten Heckrath-Rose, »die Grundlage dafür haben wir in den vergangenen Jahren gelegt: mit eigener Produktentwicklung und Montage am Standort Bocholt, einer starken lokalen Wertschöpfung und einem Omnichannel-Vertrieb aus digitalen Kanälen und Stores in Deutschlands Metropol-Regionen.«
Bausteine Markenstärke und Sport-Sponsoring
Ausschlaggebend für die stabile Umsatzentwicklung ist die kontinuierliche Weiterentwicklung der Marke. So konnte der Anbieter sowohl Reichweite als auch Community weiter ausbauen.
Ein weiterer Baustein der Markenstrategie ist das Engagement im Profi-Radsport. Mit dem Team Unibet Rose Rockets ist die Marke wieder im internationalen Rennsport vertreten: »Die sportlichen Erfolge des Teams erhöhen die internationale Wahrnehmung der Marke und unterstreichen die Performance-Orientierung der Produktplattformen. Gleichzeitig dient das Sponsoring als authentischer Zugang zur Community und stärkt die Glaubwürdigkeit im sportiven Kernsegment.«
Stabilitätsfaktor strukturelle Effizienz
Auf operativer Ebene werden weiterhin gezielt Effizienzen gehoben. Eine modernisierte IT-Infrastruktur, die Einführung eines neuen ERP-Systems sowie stärker integrierte Logistikprozesse verbessern Transparenz und Steuerung – und das entlang der gesamten Wertschöpfungs-Kette. Bei Planung und Prozessoptimierung liefert KI zusätzliche Unterstützung.
Zugleich wird das Bestands-Management konsequent optimiert: »Eine geringere Kapitalbindung in Lagerbeständen reduziert den Abverkaufs-Druck und ermöglicht eine stabilere Preisstrategie mit weniger rabattgetriebenen Verkäufen.«
Zudem umfasst das aufgebaute Servicepartner-Netzwerk mittlerweile über 200 Partnerwerkstätten. So sorge man nicht nur für eine flächendeckende Service-Infrastruktur, sondern stärk auch Kundennähe und erhöhe die Verlässlichkeit im After-Sales-Bereich.
Ausblick
Für das laufende Geschäftsjahr 2025/2026 prognostiziert Rose Bikes einen moderaten Umsatzanstieg auf rund 230 Millionen Euro. Das wäre im Vergleich ein Plus von knapp unter 7 Prozent.
Text: Jo Beckendorff



