Mit den zweimal im Jahr durchgeführten Werksführungen für den Fachhandel setzt Löffler eigenen Angaben zufolge auf Transparenz in der Produktion und betont die Bedeutung regionaler Wertschöpfung in einer global geprägten Textilindustrie. Die durchweg positive Resonanz bestätigt den hohen Mehrwert dieses direkten Einblicks.
»Wer unsere Produktion einmal mit eigenen Augen gesehen hat, versteht sofort, was hinter unseren Produkten steckt – und nimmt ein völlig neues Verständnis mit, das im Verkaufsgespräch überzeugend weitergegeben werden kann«, erklärt Löffler Verkaufsleiter Deutschland Bernhard Zauner.
Eine komplett integrierte Fertigung wie in Ried im Innkreis, die vom ersten Faden in der hauseigenen Strickerei über den millimetergenauen Zuschnitt, den Druck mittels Calanderpresse und die präzise Verarbeitung in der Näherei bis hin zur Logistik läuft, hat in der heutigen Zeit tatsächlich Seltenheits-Wert. Dabei wirft Löffler gegenüber dem weitaus kostengünstigeren Wettbewerb in Übersee das Mantra der kurzen Wege sowie seine enge Abstimmung entlang der gesamten Produktionskette in die Waagschale. Schließlich greifen am marktnahen Standort sämtliche Produktionsschritte nahtlos ineinander.
Alles in-house
Ein Blick hinter die Kulissen verdeutlicht den Fachhandels-Partner die Dimension dieser Produktion: auf den 25 25 Rundstrick- und drei Seamless-Maschinen mit insgesamt rund 52.000 Nadeln entstehen in Ried im Innkreis jährlich über 300 Farb- und Stoffvarianten. 70 Prozent der eingesetzten Stoffe werden in-house hergestellt. Die gesamte Produktion umfasst rund 150.000 Kilogramm Stoff pro Jahr – das sind umgerechnet etwa 2,5 Fußballfelder pro Woche.
Außerdem werden in der Weiterverarbeitung rund 21.000 Artikel pro Woche gefertigt (insgesamt etwa eine Million Stück im Jahr).
Ein wesentlicher Faktor ist die enge Abstimmung zwischen Produktentwicklung und Produktion am Standort. Während diese Bereiche in vielen Unternehmen international verteilt sind, liegen sie bei Löffler in unmittelbarer Nähe zueinander. »Das ermöglicht kurze Entscheidungswege und eine direkte Umsetzung neuer Ideen«, heißt es dazu aus der Unternehmenszentrale. Zudem sind Materialien, Verarbeitung und Prozessabläufe vor Ort greifbar. Lediglich bei Näharbeiten setzt Löffler auf Kapazitäten eines eigenen Tochterwerks im bulgarischen Tryavna. Was weitere ausgesuchte Partnerbetriebe betrifft, sitzen die – das ist den Österreichern besonders wichtig – ausschließlich in Europa
Fazit: die Fachhandels-Partner können die Marke nicht nur sehen, sondern spüren – ein Vorteil, der sich unmittelbar in deren Kundenberatung niederschlägt. Außerdem trägt der persönliche Austausch vor Ort zur Vertiefung der Zusammenarbeit mit den Fachhandels-Partnern bei.
Mehr Info zum Unternehmen über www.loeffler.at.
Text: Jo Beckendorff/Löffler



