Immerhin sorgten die beiden erstgenannten Geschäftsbereiche des Hochpräzisions-Getriebeteile und -Komponenten-Herstellers dafür, dass der letztjährige Gesamtumsatz in Höhe von 91,8 Millionen Euro lediglich 4,1 Prozent unter dem des Vorjahres lag.
Der dritte Geschäftsbereich E-Bike wurde hingegen durch anhaltend hohe Lagerbestände entlang der gesamten Wertschöpfungskette sowie einer gedämpften Endverbraucher-Nachfrage eingebremst. Somit ist es sowohl bei hGears als auch der gesamten Fahrradindustrie zu einer reduzierten Produktionsaktivität gekommen.
Der oben genannte Gesamtumsatz 2025 teilt sich auf die drei vom Hersteller bespielten Geschäftsbereiche wie folgt auf (Zahlen gerundet):
E-Tools: 34,8 Millionen Euro (plus 7,0 Prozent)
(E-)Mobility: 46,8 Millionen Euro (plus 5,9 Prozent)
E-Bike: 9,8 Millionen Euro (minus 47,7 Prozent)
Dazu hGears-CEO Sven Arend: »Wir haben das Jahr 2025 in einem weiterhin anspruchsvollen Marktumfeld erneut gut gemeistert. Unsere konsequent umgesetzten Kosten- und Strukturmaßnahmen zeigen Wirkung und tragen sichtbar zur Ergebnisverbesserung bei. Damit haben wir eine solide Ausgangsbasis geschaffen und sind für ein weiteres herausforderndes Jahr gut vorbereitet. Wir sind weiterhin zuversichtlich, dass die strukturellen Wachstumstreiber in unseren Endmärkten die Nachfrage in allen drei Geschäftsbereichen mittelfristig steigern werden.«
Immerhin konnten die Schramberger ihr bereinigtes EBITDA mit Hilfe gezielt umgesetzter Struktur- und Effizienz-Maßnahmen auf 1,6 Millionen wachsen lassen (2024: 0,5 Millionen Euro). Somit verbesserte sich auch die bereinigte EBITDA-Marge um 120 Basispunkte auf 1,7 Prozent (2024: 0,5 Prozent).
Ausblick
Auf Basis der aktuellen Marktentwicklung und unter Berücksichtigung der anhaltenden Unsicherheiten erwartet der hGears-Vorstand für das laufende Geschäftsjahr 2026 einen Konzernumsatz von 80 bis 90 Millionen Euro, ein bereinigtes EBITDA von Minus 3 bis 0 Millionen Euro sowie einen freien Cashflow von minus 5 bis minus 2 Millionen Euro.
Mit diesem Ergebnis würden die Schramberger unter dem des abgelaufenen Geschäftsjahres 2025 liegen. Anders ausgedrückt: das maue E-Bike-Geschäft wird den börsennotierten Hersteller auch in diesem Jahr weiter belasten.
Text: Jo Beckendorff


