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Schwan-Stabilo Group 2024/25: Teilkonzern Outdoor hat zu kämpfen
Mitte Dezember legte der Konsumgüter-Mischkonzern Schwan-Stabilo Schwanhäußer GmbH & Co. KG (alias Schwan-Stabilo Group) die Geschäftszahlen seines am 30. Juni 2025 geendeten Geschäftsjahres 2024/2025 vor. Die wirtschaftlich herausfordernden Zeiten wirkten sich direkt auf alle drei von dem Familienunternehmen bespielten Teilkonzerne (Schreibwaren, Kosmetik, Outdoor) aus. Das Ende vom Lied: ein erneuter Umsatzrückgang.

Gestiegene Zölle, geopolitische Spannungen und eine spürbare Konsum-Zurückhaltung bremsten auch die Geschäfte der Heroldsberger ein. Zum Stichtag 30. Juni 2025 lag der Gruppenumsatz mit rund 758 Millionen Euro rund fünf Prozent (währungsbereinigt knapp 4 Prozent) unter dem des Vorjahres.
Dieser Gesamtumsatz teilt sich wie folgt auf:

Stabilo (Schreibgeräte): 199,1 Millionen Euro (minus 6,8 Prozent)
Kosmetik: 369,3 Millionen Euro (minus 1,0 Prozent)
Outdoor: 188,7 Millionen Euro (minus 10,4 Prozent)

Da Kosmetik gerade in Krisenzeiten gut läuft, ist bekannt. Somit konnte sich dieser Sektor auf nahezu Vorjahres-Niveau halten. Schreibgeräte mussten hingegen einen ein- und Outdoor sogar einen zweistelligen Umsatzrückgang schlucken.
Teilkonzern Outdoor
Trotz allgemeiner Marktsättigung, weiterhin hoher Lagerbestände und einer angespannten Lage im Sportfachhandel hält Schwan-Stabilo an den strategischen Zielen für seinen Teilkonzern Outdoor (Marken Deuter, Gonso, Maier Sports) fest. Heißt, dass weiterhin »in Innovation, Design und Nachhaltigkeit« investiert wird.
»Besonders im E-Commerce und in den internationalen Märkten konnten wir Fortschritte erzielen«, betont Teilkonzern Outdoor-CEO Martin Riebel. In China, Frankreich und Großbritannien – da, wo Deuter seit 2023 mit einer eigenen Tochtergesellschaft seine Marktposition ausbaut – entwickelten sich die Geschäfte positiv: »Auch bei Digitalisierung und Prozessoptimierung haben wir wichtige Meilensteine erreicht: Das ERP-System als zentrale Software ist unsere bislang größte Investition in der Geschichte des Teilkonzerns.«
Somit sieht Riebel die unter dem Dach des Teilkonzerns Outdoor geführten Marken gut aufgestellt: »KI und andere digitale Anwendungen unterstützen uns bereits heute an vielen Stellen im Alltag und helfen uns, schneller und effizienter zu werden. Das besondere Erlebnis in der Natur, ob beim Wandern, auf Skitouren, beim Klettern oder beim Radfahren, wird KI jedoch nicht ersetzen. Und wir werden mit jeder unserer Marken weiterhin dazu beitragen, dass unsere Kundinnen und Kunden gut ausgerüstet sind.«
Ausblick
Nachdem der langjährige CEO Sebastian Schwanhäußer wie bereits berichtet in den Firmenbeirat der Schwan-Stabilo Group wechselte, wird das traditionelle Familienunternehmen seit 1. Oktober 2025 von dem an Bord geholten CEO Michele Molon in Zusammenarbeit mit CFO Anke Buttler geleitet.
Molon schaut positiv in die Zukunft: »Es sind herausfordernde Zeiten. Wir wissen, dass wir nicht alles sofort verändern können, aber wir gehen die Aufgaben entschlossen an. Wir haben ein starkes Fundament, erfahrene Teams und das Vertrauen in unsere Stärken. Und wir werden alles daransetzen, die wirtschaftlich notwendige Trendwende zu erreichen und wieder zu wachsen.
Nach dem ersten Quartal (07-09/2025) des laufenden Geschäftsjahres 2025/2026 rechnet Schwan-Stabilo damit, dass sich die Märkte langsam stabilisieren. Um auf die anhaltend schwierigen Marktbedingungen zu reagieren, legt das Unternehmen derzeit besonderen Wert auf Kosteneffizienz. Außerdem verzichten die Heroldsberger derzeit weltweit auf Neueinstellungen. So will man Stabilität wahren und künftige Entwicklungs-Spielräume erhalten.
Dazu CFO Anke Buttler: »Trotz der gebotenen Vorsicht bleibt unser Kurs klar, wir setzen auf die Stärke und Vielfalt unserer Marken. Kostenbewusstsein und Effizienz sind zwar die Themen der Stunde, aber kein Selbstzweck. Wir investieren weiterhin, doch mit klaren Prioritäten, in alles, was unsere Zukunft sichert.«

Text: Jo Beckendorff

Foto: Schwan-Stabilo Group
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