Shimano hat im zweiten Verkaufsquartal des laufenden Geschäftsjahres einen Nettoumsatz von 129,41 Milliarden JPY (693,80 Millionen Euro, plus 4,5 Prozent) eingefahren. Dieser teilt sich auf die drei von den Japanern ausgewiesenen Geschäftsbereiche wie folgt auf (Zahlen gerundet):
Fahrrad-Komponenten: 94,02 Milliarden JPY (504,0 Millionen Euro, plus 0,6 Prozent)
Angelausrüstung: 35,29 Milliarden JPY (189,20 Millionen Euro, plus 16,5 Prozent)
Sonstiges (Autoteile etc.): 0,11 Milliarden JPY (0,5 Millionen Euro, minus 22,8 Prozent)
Mit diesem zweiten Quartalsumsatz erzielte Shimano einen Betriebsgewinn von 16,85 Milliarden JPY (9,03 Millionen Euro, plus 40,6 Prozent). Dieser Wert stellt nicht nur eine deutliche Erholung gegenüber dem ersten Jahresquartal dar, sondern beinhaltet trotz stagnierendem Fahrradkomponenten-Umsatz besser als vorab erwartete Fahrrad-Verkäufe – und hier vor allem in den Sektoren (E-)MTB und Rennrad. Beide Kategorien lebten sowohl in Europa als auch China von einer guten Nachfrage.
Betriebsgewinn 01-06/2026 leicht runter, Nettogewinn versechsfacht
Mit Blick auf das erste Halbjahr 2026 erzielte Shimano einen Netto-Gesamtumsatz in Höhe von 247,06 Milliarden JPY (1,32 Milliarden JPY, plus 4,1 Prozent).
Dieser teilt sich wie folgt auf (Zahlen gerundet):
Fahrrad-Komponenten: 181,38 Milliarden JPY (972,70 Millionen Euro, minus 0,1 Prozent)
Angelausrüstung: 65,47 Milliarden JPY (351,10 Millionen Euro, plus 17,4 Prozent)
Sonstiges (Autoteile etc.): 0,21 Milliarden JPY (0,11 Millionen Euro, minus 8,5 Prozent)
Mit diesem Halbjahres-Umsatz 2026 erzielte Shimano einen Betriebsgewinn von 27,25 Milliarden JPY (146,10 Millionen Euro, minus 3,4 Prozent). Dafür konnte aber der Nettogewinn im Vergleich zu 01-06/2025 um etwas mehr als das Sechsfache (genau genommen 606 Prozent) auf nunmehr 27,95 Milliarden JPY (149,90 Millionen Euro) kräftig hochschalten. Hauptsächlich dafür verantwortlich: die Abwertung des JPY und anderer asiatischer Währungen gegenüber der »Branchen-Bezahlwährung« USD.
Ausblick
Unter Berücksichtigung der sich negativ auf das Geschäft auswirkende der Lage im Nahen Osten (die ja auch für die steigende Rohstoff-Preise verantwortlich ist), dem fortschreitenden Lagerbestands-Abbau und den Auswirkungen von Wechselkursen auf Umsatz und Ergebnis hebt Shimano seine Prognose für das Gesamtjahr 2026 an.
Nunmehr gehen die Japaner von einem 2026er-Gesamtumsatz von 491 Milliarden JPY (2,63 Milliarden Euro – bisher: 467 Milliarden JPY = 2,50 Milliarden Euro, plus 5,3 Prozent), einem unveränderten Betriebsergebnis von 47 Milliarden JPY (252,0 Millionen Euro) und einem Nettogewinn von 43 Milliarden JPY (230,60 Millionen Euro – bisher 42 Milliarden JPY = 225,20 Millionen Euro, plus 26,5 Prozent) aus.
Außerdem will Shimano mit Blick auf die sich derzeit verändernde Wechselkurs- und Arbeitskosten-Entwicklung »die Verteilung der Produktionsartikel innerhalb der asiatischen Region« überprüfen. Schließlich haben die Japaner nicht nur Produktionsstandorte in Europa, Japan und den USA, sondern auch in China, Indonesien, Kambodscha, Malaysia, den Philippinen und Singapur.
Text: Jo Beckendorff


