Das operative Betriebsergebnis (EBIT) sank allerdings um zweistellige 20,6 Prozent auf 51,68 Milliarden JPY (287 Millionen Euro) und das ordentliche Betriebsergebnis um 52,3 Prozent auf 47,03 Milliarden JPY (255,6 Millionen Euro). Der letztendliche Nettogewinn rutschte sogar im Vergleich um zweistellige 55,5 Prozent auf 33,99 Milliarden JPY (184,7 Millionen Euro) kräftig herunter.
Mit Blick auf dies Zahlen verweisen die Japaner auf der einen Seite auf seinen spürbaren Erholungstrend der Weltwirtschaft, schielen dabei aber auch auf die weiterhin anhaltenden geopolitischen Risiken und internationalen Konflikte. In dieser Gemengelage hielt sich die Nachfrage nach Fahrrädern und Angelausrüstung weiterhin in Grenzen.
Geschäftsfeld Fahrradkomponenten
Was den mit Abstand größten Shimano-Geschäftsbereich Fahrradkomponenten betrifft, litten die zwar weiterhin unter den sich zwar allmählich wieder anpassenden, aber immer noch bestehenden hohen Lagerbeständen. Trotzdem konnten sie beim Nettoumsatz gegenüber dem Vorjahr um 2,7 Prozent auf 354,97 Millionen JPY (193,4 Millionen Euro) wieder leicht hochschalten.
Diese Fahrradkomponenten-Umsätze 2025 teilten sich geographisch wie folgt auf:
China: 62,68 Milliarden JPY (340,90 Millionen Euro, minus 37,9 Prozent)
Europa: 192,21 Milliarden JPY (1,05 Milliarden Euro, plus 29,9 Prozent)
Japan: 7,69 Milliarden JPY (41,82 Millionen Euro, minus 1,9 Prozent)
Nordamerika: 20,16 Milliarden JPY (109,60 Millionen Euro, plus 3,2 Prozent)
Taiwan: 24,52 Milliarden JPY (133,30 Millionen Euro, minus 15,1 Prozent)
Rest der Welt: 47,71 Milliarden JPY (259,40 Millionen JPY, plus 18,1 Prozent)
Auffallend: Während der sportive Fahrrad-Boom in China die Fahrradkomponenten-Umsätze 2024 alleine mit einem Plus von 58,6 Prozent hochhielt und alle anderen Verkaufsregionen schwächelten, sieht es 2025 ganz anders aus. Allen voran: das zweistellig eingefahrene Umsatzplus der größten Shimano-Verkaufsregion Europa.
»Im europäischen Markt waren die Einzelhandels-Umsätze mit Kompletträder aufgrund der stabilen Wetterbedingungen robust, aber die Marktbestände blieben auf einem etwas hohen Niveau«, heißt es dazu kurz und bündig aus der Shimano-Zentrale in Sakai City.
Insgesamt hätten die Produkte der Shimano-Gruppe großen Anklang gefunden – »darunter `XTR´, das Flaggschiff-Modell unserer überarbeiteten Komponenten für Mountainbikes, sowie die Serien `DEORE XT´ und `DEORE` und `Q’AUTO` mit selbstangetriebener automatischer Gangschaltfunktion«.
Geschäftsfelder Angelausrüstung und Sonstiges
Neben dem Geschäftsfeld Fahrradkomponenten kam auch der Sektor Shimano-Angelausrüstung wieder gut zum Zuge: hier konnte der Nettoumsatz 2025 gegenüber dem Vorjahr um 5,6 Prozent auf 110,83 Milliarden JPY (602,90 Millionen Euro) zulegen.
Der dritte und letzte von Shimano bespielte Geschäftsbereich »Sonstiges« (Autoteile etc.) spielte mit einem Nettoumsatz von gerade einmal 439 Millionen JPY (2,38 Millionen Euro) im Vergleich einen leichten Rückgang von 2,2 Prozent ein.
Ausblick
Auch wenn die Weltwirtschaft wie oben erwähnt eine leichte Erholung verspürt, äußert sich Shimano mit Blick auf die nach wie vor
bestehenden geopolitischen ungelösten Hürden sehr vorsichtig. So geht man in diesem Jahr von einem Netto-Gesamtumsatz in Höhe von 467,0 Milliarden JPY (2,54 Milliarden Euro) aus. Gegenüber 2025 wäre das quasi auf gleichbleibendem Niveau (genau genommen plus 0,2 Prozent). Das operative Betriebsergebnis sollte dann bei 47,0 Milliarden JPY (255,0 Millionen Euro, minus 9,1 Prozent) und das ordentliche Betriebsergebnis bei 56,0 Milliarden JPY (304,0 Millionen Euro, plus 19,1 Prozent liegen. Mit diesen prognostizierten Zahlen würde der Nettogewinn im Vergleich zum Vorjahr wieder um zweistellige 23,6 Prozent auf 42,0 Milliarden JPY (228 Millionen Euro) zulegen können.
Text: Jo Beckendorff


