Shimano schaltete in 01-09/2025 wieder einstellig rauf
Laut Shimano Inc. blieb die Weltwirtschaft allen Unkenrufen zum Trotz (Stichwort geopolitische Ausschläge und Risiken) in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres 2025 stabil. Das wirkte sich auch direkt auf das Geschäft der Japaner aus: gegenüber den ersten drei Verkaufsquartalen des Vorjahres konnte der Umsatz aller drei von Shimano bespielten Geschäftsbereiche einstellig wachsen.
Foto: Shimano

Das größte Wachstum erzielte der Anbieter mit seinem mit Abstand größten Geschäftsbereich Fahrradkomponenten. Hier konnte der Nettoumsatz im Vergleich um 4,9 Prozent auf 266,24 Milliarden Yen (1,50 Milliarden Euro) hochschalten. Allerdings sank das operative Betriebsergebnis um zweistellige 27 Prozent auf 30,16 Milliarden Yen (169,92 Millionen Euro).
Dazu Shimano: »Während das starke Interesse an Fahrrädern als langfristiger Trend anhielt, blieben die Lagerbestände in einigen Regionen hoch. Die Lagerbestands-Anpassungen verliefen entsprechend den Markttrends in den einzelnen Regionen.«
Dank stabiler Wetterverhältnisse sah Shimano die Einzelhandels-Umsätze mit Kompletträdern in Europa robust. Allerdings blieben die Lagerbestände weiter auf einem »etwas hohen Niveau«. In Nordamerika schaltete der Komplettrad-Einzelhandelsumsatz »aufgrund der unsicheren Wirtschaftsaussichten schwach, aber die Marktbestände blieben auf einem angemessenen Niveau«.
Was die weiteren Märkte Asien, Mittel- und Südamerika sowie Ozeanien betrifft, blieben die dortigen Komplettrad-Einzelhandelsumsätze »aufgrund der Abkühlung der Verbraucherstimmung zwar etwas schwach, aber die Marktbestände verbesserten sich insgesamt auf ein angemessenes Niveau«.
Und dem in letzter Zeit vor allem mit Sporträder prosperierenden Markt China? Auch deren (Radsport-) schwächelten. Gleichzeitig blieben die Marktbestände auf einem hohen Niveau.
Auf dem Heimatmarkt waren die Einzelhandelsumsätze von Kompletträder aufgrund der steigenden Preise (Stichwort schwächelnder Yen) schleppend. Dafür befanden sich aber immerhin die Marktbestände blieben auf einem angemessenen Niveau.
Angelausrüstung und Sonstiges
Zu dem oben genannten Fahrradkomponenten-Umsatz gesellte sich in den ersten drei Verkaufsquartalen im Vergleich zu 01-09/2024 ein Angelausrüstungs-Nettoumsatz in Höhe von 84,44 Milliarden Yen (475,82 Millionen Euro, plus 4,6 Prozent) und ein Nettoumsatz des Geschäftsfelds »Sonstiges« in Höhe von 342 Millionen Yen (1,93 Millionen Euro, plus 4,5 Prozent). Während das operative Betriebsergebnis der Geschäftsfeldes Angelausrüstung wie »deren großer Schwester« Fahrradkomponenten einen Rückgang verdauen musste – und zwar um 31,2 Prozent auf 6,41 Milliarden Yen = 36,11 Millionen Euro (Angelausrüstung) – konnte das Geschäftsfeld »Sonstiges« seinen Betriebsverlust auf 6 Millionen Yen (0,34 Millionen Euro) reduzieren (01-09/2024: 14 Millionen Yen = 0,79 Millionen Euro).
Gesamtergebnis 01-09/2025 und Ausblick
Mit diesen Zahlen im Rücken erzielte Shimano in den ersten neun Monaten des laufende Geschäftsjahres 2025 einen Nettoumsatz von 351,02 Milliarden Yen (1,98 Milliarden Euro, plus 4,8 Prozent). Dabei sank das operative Betriebsergebnis auf 36,57 Milliarden Yen (206,02 Millionen Euro, minus 27,8 Prozent) und ordentliche Betriebsergebnis auf 30,25 Milliarden Yen (170,42 Millionen Euro, minus 48,1 Prozent). Shimano führt dieses Ergebnis »auf Bewertungsverluste aus Devisengeschäften zurück«.
Mit diesem dritten Quartalsergebnis bestätigen die börsennotierten Japaner auch ihre bisherige Prognose für das gesamte und am 31. Dezember endende Geschäftsjahr 2025. Die Jahresprognose wurde bereits mit dem Halbjahresbericht kommuniziert. Damals wurde die vorherige Prognose vorsorglich drastisch auf einen Nettoumsatz von 460 Milliarden Yen (2,59 Milliarden Euro – vorab 470 Milliarden Yen = 2,65 Milliarden Euro) gekürzt. Das ging mit einer Nettogewinn-Reduzierungsprognose von vorherigen 63,8 Milliarden Yen (359,43 Millionen Euro) auf 30,5 Milliarden Yen (171,83 Millionen Euro) einher. Damals begründete Shimano seine nach unten angepasste Prognosen-Korrektur »mit weiterem Bestandsabbau im chinesischen Markt, zu erwartenden steigenden Produktionskosten und weiteren Währungsverlusten«.

Text: Jo Beckendorff

Weiterhin größter Markt von Shimano Fahrradkomponenten: Europa. Laut aktueller Prognose wächst dort auch der diesjährige Nettoumsatz im Vergleich zum Vorjahr um sehr gute 24,4 Prozent auf 1,84 Milliarden Yen (1,04 Millionen Euro).Foto: Shimano

 

 

 

 

 

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