Die spanische Fahrradbranche hat im Jahr 2025 einen Gesamtumsatz von 2,177 Milliarden Euro eingefahren. Verglichen mit 2024 ist das ein einstelliger Rückgang von 5,9 Prozent. In diesem Zeitraum wurden 1.093.478 Fahrräder verkauft. Damit bewegt man sich quasi auf Vorjahres-Niveau (genau genommen minus 0,7 Prozent).
Der Durchschnittspreis der in Spanien verkauften Fahrräder stieg – »angetrieben durch das mittlere und obere Preissegment, insbesondere durch E-Bikes« – auf 1.281,71 Euro. Auf E-Bikes entfielen 21,5 Prozent der verkauften Einheiten. Damit machte die Branche 35,2 Prozent des oben genannten Gesamtumsatzes 2025.
Durchaus erfreulich in einem Land, in dem bisher vor allem sportive Räder punkteten: 55,4 Prozent der verkauften Stadt-Fahrräder waren E-Bikes – was laut AMBE »das E-Bike als wesentlichen Treiber der Branche festigt und die zunehmende Akzeptanz nachhaltigerer Mobilitätsgewohnheiten widerspiegelt«.
»Diese Daten bestätigen einmal mehr, dass sich das Fahrrad als bevorzugte Freizeit- und Sportoption der Spanier etabliert hat, darüber hinaus aber auch als wichtiges städtisches Verkehrsmittel, das die Elektrifizierung des Verkehrssektors anführt und zeigt, wie die Spanier neue Formen der Mobilität annehmen«, kommentiert AMBE-Generalsekretär Jesús Freire, »gleichzeitig festigt das Fahrrad seine Präsenz im Sportbereich, was seine enorme Beliebtheit widerspiegelt. Doch über die Zahlen hinaus sagen diese Ergebnisse viel über die gesellschaftlichen Veränderungen aus, die wir derzeit in Spanien erleben und die sich in nachhaltigeren Mobilitätsgewohnheiten, einem stärkeren Umweltbewusstsein und einem wachsenden Engagement für aktive und gesunde Freizeitgestaltung zusammenfassen lassen.«
Auch wenn der Gesamtumsatz im Vergleich zum Vorjahr einen Gang runterschaltete, äußert sich AMBE nach Jahren der Anpassungen in der Post-Corona-Zeit durchaus zufrieden. Immerhin würde sich die Branche insgesamt auf einen ausgeglichenen und geordneten Markt zubewegen. Sowohl Sell-in als auch der Sell-out würden zeigen, dass er sich »mit einer moderateren Umsatz-Anpassung als in den Vorjahren auf ein neues Gleichgewicht zubewegt. Dieser Prozess ermöglicht es den Unternehmen, Strategien mit größerer Sicherheit zu planen und ein nachhaltigeres zukünftiges Wachstum zu prognostizieren«.
Mehr dazu und welche Rolle das Exportgeschäft der spanischen Fahrrad-Produzenten dabei spielt, lesen Sie in der RadMarkt-Ausgabe 5/2026.
Text: Jo Beckendorff
