Der Standortwechsel scheint gelungen. Nachdem die Messe zuvor immer in Germersheim und zuletzt Lauchringen ausgetragen wurde, hat man in diesem Jahr mit Freiburg einen neuen Standort für die Messen gefunden. Die Rückmeldungen aus dem Ausstellerlager fielen ungewöhnlich einheitlich und deutlich positiv aus. Michaela Buchholz, Geschäftsführerin der Fahrradmanufaktur Bernds – seit 35 Jahren Stammaussteller – brachte es knapp auf den Punkt: „Germersheim, Lauchringen… und jetzt hier in Freiburg. Unser erster Eindruck: einfach mega!“ Joachim Leffler, Geschäftsführer von Fahrer Berlin, lobte die Gesprächsqualität, räumte aber auch ein, dass die Hallen in Freiburg „nicht ganz den Charme des letzten Ortes haben, aber es ist praktisch und wir haben viel mehr Kundschaft. Insofern war es ein richtiger Schritt.“
Frank Regge vom Lichtspezialisten Busch & Müller sieht in Freiburg als ausgeprägter Fahrradstadt einen strukturellen Vorteil für die Messe: Viele Menschen, die die Spezi bislang nicht auf dem Radar hatten, seien erstmals in die Hallen gekommen – ein Effekt, den auch Wolfgang Haas von Santana Europa bestätigte und der die geografisch zentralere Lage Freiburgs gegenüber früheren Standorten als weiteren Pluspunkt nannte.
Paul Hollants, Geschäftsführer von HP Velotechnik, hob die besondere Funktion der Messe für sein Unternehmen hervor: „Auf keiner anderen Messe trifft man so viele Menschen mit guten, interessanten und prüfungsfähigen Produktvorschlägen.“ Stefan Franken vom Reifenhersteller Schwalbe betonte das Interesse seines Hauses an den Nischensegmenten der Messe: „Wir wollen Input mitnehmen, darüber diskutieren und überlegen, was wir daraus in Zukunft umsetzen können.“
Freiburgs Oberbürgermeister Martin Horn eröffnete die Messe persönlich und signalisierte damit kommunales Interesse an einer Fortsetzung: „Deshalb sage ich zum ersten und hoffentlich nicht zum letzten Mal: Herzlich willkommen in Freiburg!“
Veranstalter Gabriel Wolf zog ein persönliches Fazit: „Diese Tage in Freiburg haben uns gezeigt, wie viel Energie in der Spezi steckt. Für uns fühlt es sich an, als hätte die Spezi hier einen Ort gefunden, an dem sie weiter wachsen und gleichzeitig sie selbst bleiben kann.“ Ein konkreter Termin für die Spezi 2027 wurde noch nicht kommuniziert.


