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Jobrad: Geschäftsführung und Betriebsrat einigen sich auf Stellenabbau und mehr
Bei Jobrad haben sich Geschäftsführung und Betriebsrat haben sich auf ein Transformationsprogramm verständigt, das die Organisationsstruktur an veränderte Marktbedingungen anpassen soll. Es fallen nur 107 Stellen weg, erheblich weniger, als ursprünglich im Raum stand.

Jobrad ist Marktführer im Dienstradleasing mit 45 Prozent Marktanteil und mehr als zwei Millionen verleasten Fahrrädern seit Gründung. Vom Abschwung in der Branche ist das Freiburger Unternehmen gleichwohl betroffen, weshalb im Herbst angekündigt wurde, dass bis zu einem Fünftel der rund 850 Stellen zur Disposition stünden, also etwa 170.

Verhandlungen auf Augenhöhe

Seit Oktober 2025 führten Geschäftsführung und Betriebsrat intensive Verhandlungen über die strategische und strukturelle Weiterentwicklung sowie den angekündigten Stellenabbau. Die Gespräche sind nun abgeschlossen und alle Mitarbeitenden wurden über das Verhandlungsergebnis informiert.
Im Rahmen der Einigung müssen insgesamt 107 Mitarbeitende das Unternehmen bis zum Ende des Jahres verlassen. Das Abfindungsprogramm umfasst nach Jobrad-Angaben überdurchschnittliche Konditionen und berücksichtigt soziale Aspekte umfassend. Darüber hinaus stehe das Personalteam den ausscheidenden Kolleginnen und Kollegen bei der Gestaltung des beruflichen Übergangs praktisch zur Seite.
Florian Baur, CEO Jobrad GmbH: „Die vergangenen Monate waren von konstruktiven und anspruchsvollen Gesprächen mit dem Betriebsrat geprägt. Uns war bewusst, dass wir Entscheidungen treffen müssen, die für einzelne Kolleginnen und Kollegen sehr schwer wiegen. Es geht trotz aller betriebswirtschaftlicher Notwendigkeiten immer um Menschen – sie haben Respekt und Wertschätzung verdient. Umso wichtiger war es uns, gemeinsam mit dem Betriebsrat eine faire und sozialverträgliche Lösung zu erarbeiten. Der Stellenabbau ist schmerzhaft – aber er ist im Rahmen unseres Transformationsprozesses notwendig, um Jobrad langfristig erfolgreich und wettbewerbsfähig aufzustellen. Für diese gemeinsame Arbeit und Unterstützung möchten wir uns auch bei allen Mitgliedern des Betriebsrats an dieser Stelle bedanken.“
Helena Heitzer, Betriebsratsvorsitzende Jobrad Deutschland: „Die Verhandlungen wurden von beiden Seiten mit großer Intensität, Sorgfalt und im Bewusstsein der Verantwortung für Mitarbeitende und Unternehmen geführt. Als Betriebsrat haben wir um jeden einzelnen Arbeitsplatz gekämpft. Uns ist bewusst, dass der Verlust des Arbeitsplatzes weitreichende Konsequenzen für die betroffenen Mitarbeitenden hat, und wir bedauern dies sehr. In der Einigung sehen wir dennoch eine tragfähige Lösung, die soziale Verantwortung mit der langfristigen Stabilität des Unternehmens verbindet. Wir als Betriebsräte haben uns entschieden, diesen Weg im Sinne der Mitarbeitenden und des Unternehmens mitzugehen.“

Transformation als strategische Weiterentwicklung

Bei der getroffenen Einigung sind zwei Aspekte hervorzuheben: Das erkennbare Bemühen um faire und sozialverträgliche Lösungen und dass der Stellenabbau keine isolierte Maßnahme darstellt, sondern eingebettet in eine strategische und strukturelle Weiterentwicklung. Baur sieht den Fokus auf klareren Strukturen, mehr Effizienz, digitaler Exzellenz und Produktqualität. So sollen Wettbewerbsfähigkeit und Zukunftsfähigkeit des Unternehmens gesichert werden.

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