Die Untersuchung von T3, erschienen in der Fachzeitschrift Active Travel Studies, basiert auf einer Querschnittsstudie und umfasst soziodemografische und wirtschaftliche Merkmale, Verkehrsmittelausstattung der Haushalte, Einstellungen zum Radfahren sowie Aussagen zur Wetterresistenz. Die Bereitstellung von Duschen und Fahrradabstellplätzen am Arbeitsplatz sowie die Pendelentfernung wurden zusätzlich in ein Fahrradpendlermodell einbezogen.
Laut dem Bundesverkehrsministerium sind in Deutschland fast 40 Prozent aller Wege Pendelwege, in der täglichen Distanz werden auf dem Arbeitsweg im Median täglich nur 4,9 Kilometer zurückgelegt. Strecken bis 5 Kilometer können von einem Großteil der Bevölkerung gut mit dem Fahrrad bewältigt werden.
E-Bikes: Höhere Nutzungs-Wahrscheinlichkeit
Die Studie zeigt: Der Besitz eines Dienstrads erhöht signifikant die Wahrscheinlichkeit, manchmal bis meistens mit dem Rad zur Arbeit zu pendeln, nämlich um 54 Prozent im Vergleich zu Personen ohne Dienstrad. Hinzu kommt, dass E-Bikes einen sehr hohen Anteil der Diensträder im Umlauf ausmachen. Die Verfügbarkeit eines E-Bikes erhöht die Wahrscheinlichkeit, häufiger mit dem Rad zu fahren, für Gelegenheits- und für Vielfahrer signifikant. Dies ist der Fall sowohl auf dem Arbeitsweg als auch im sonstigen Alltag.
Leitautorin Janina Welsch vom T3: „Es ist weitere Forschung nötig, die beispielsweise genauer erklärt, wie das Dienstradleasing die Fahrradnutzung über verschiedene Zeiträume hinweg beeinflusst.“
