Die Verbände der Fahrradwirtschaft haben die Marktdaten der Branche für das Geschäftsjahr 2025 vorgestellt. Trotz eines anspruchsvollen Umfelds konnte sich die Branche eigenen Einschätzungen zufolge behaupten und auf gutem Niveau stabilisieren. ZIV – Die Fahrradindustrie, der Verbund Service und Fahrrad (VSF) und Zukunft Fahrrad blicken vorsichtig optimistisch auf die Entwicklung. Zwar waren die Herausforderungen 2025 weiterhin spürbar, doch die Fahrradwirtschaft habe erneut ihre Stärke und Widerstandsfähigkeit unter Beweis gestellt.

Der Verband des Deutschen Zweiradhandels (VDZ) zieht zur Eurobike 2025 eine gemischte Bilanz der ersten Monate dieses Jahres. Trotz guter Wetterbedingungen sei der Saisonstart im deutschen Fahrradhandel verhalten gelaufen, geprägt von Streichpreisen und Kaufzurückhaltung. Für das Gesamtjahr erwartet der VDZ ein leichtes Umsatzminus.
Die Situation der Fahrradbranche ist weiter angespannt, aber die Verluste fallen geringer aus als befürchtet, bilanzierte der Zweirad-Industrieverband ZIV heute bei der Vorstellung der Marktdaten für 2024. Für 2026 rechnet man mit der Rückkehr in normale Fahrwasser.

Als einen »Reset« der Fahrradindustrie bezeichnet der europäische Industrieverband Conebi das Jahr 2023: Man musste sich nach den außergewöhnlich positiven Verkaufszahlen während der Pandemiejahre und den Unterbrechungen in der Lieferkette an die neue Realität anpassen. Der Umsatz ging zurück, wie der CONEBI-Bericht 2024 European Bicycle Industry and Market Profile (BIMP), der auf Daten aus dem Jahr 2023 basiert, zeigt. Als Grund sieht CONEBI die steigenden Lebenshaltungskosten und die geringere Kaufkraft der europäischen Verbraucher. Dennoch zeigte sich die Branche insgesamt widerstandsfähig, so der Bericht.

Anlässlich der morgen startenden Eurobike bringt der VDZ eine aktualisierte Lageinschätzung des Fahrradhandels: In den ersten Monate des Jahres 2024 hatte die Branche es weiterhin mit hohen Lagerbeständen zu tun. Der Absatz lief dabei vergleichsweise verhalten. Die kumulierten Umsätze bis Mai dürften leicht hinter den Vorjahreswerten liegen, fasst der VDZ zusammen.

»Fahrräder und E-Bikes stehen bei Verbraucherinnen und Verbrauchern trotz der wirtschaftlichen Lage hoch im Kurs«, bilanzierte Burkhard Stork, Geschäftsführer des ZIV heute, als der Fahrradindustrie-Verband die Marktdaten für das Jahr 2023 vorlegte.

2023 war für den Fahrradfachhandel besonders im dritten Quartal ein eher schwieriges Jahr, stellt der Verband des Zweiradhandels jetzt in seinem Fazit zum abgelaufen Jahr fest. Doch trotz der Herausforderungen haben die Händler das hohe Umsatzniveau des Vorjahres fast halten können. Dank guter Umsätze mit E-Bikes, Leasing und Service könne die Lage in der Fahrradbranche weiterhin positiv bewertet werden.

Wie schon im Wirtschaftsgespräch auf der Eurobike angedeutet, setzt die europäische Fahrradindustrie ihre Wachstumskurve fort, mit steigenden Umsätzen und Investitionen und gesunden Produktionszahlen. Treiber sind weiter die E-Bikes, während traditionelle Fahrräder im Jahr 2022 einen Rückgang verzeichnen. Der europäische Fahrrad- und Fahrradteile-Industrieverband CONEBI hat die Zahlen für 2022 in einem Europäischen Fahrradindustrie- und Marktprofil 2023 zusammengetragen, das jetzt erhältlich ist.
Der europäische Fahrradmarkt ist im weltweiten Vergleich der wertvollste Markt und verzeichnet immer noch einen positiven Trend. Das stellte Manuel Marsilio, Geschäftsführer der Konföderation der europäischen Fahrradindustrie (Conebi), bei der Pressekonferenz zur Lage der europäischen Fahrradwirtschaft zum Auftakt der Eurobike 2023 in Frankfurt heute fest.

»Angesichts des anhaltenden Kriegs in Europa, mit Inflation und allgemeiner Kaufzurückhaltung und noch dazu sehr schlechtem Wetter haben wir mit einer Eintrübung des Markts in den ersten Monaten gerechnet. Umso erfreulicher ist, dass sich der erwartete Absatzrückgang im Vergleich zum starken Vorjahreszeitraum bei Fahrrädern und insbesondere bei E-Bikes deutschlandweit von Januar bis Mai in Grenzen gehalten hat und der Export Im ersten Quartal stark zulegen konnte«, so fasst ZIV-Geschäftsführer Burkhard Stork die Marktdaten der deutschen Fahrradbranche für die ersten fünf Monate 2023 zusammen. Der Zweirad-Industrie-Verband hat die Zahlen gestern im Vorfeld der Eurobike veröffentlicht.
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