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Thule Group 07-09/2025: Umsatz runter, Betriebsergebnis rauf
Trotz anhaltenden Kaufzurückhaltung seitens der Konsumenten konnte Transportsystem-Anbieter Thule Group AB in seinem dritten Verkaufsquartal 2025 sowohl das Betriebsergebnis (EBIT) als auch die operative Marge über die vergleichbaren Vorjahres-Werte steigern.
Foto: Thule Group

Laut Thule Group-CEO Mattias Ankarberg weist der globale Markt noch keine Zeichen der Erholung auf. Der Einzelhandel agiere weiterhin vorsichtig und habe sich entschieden, seine Lagerbestände am Ende der Saison nicht aufzufüllen. Das wirkte sich auch direkt auf den dritten Quartalsumsatz aus.
Nichtsdestotrotz konnten die Schweden ihren Nettoumsatz im dritten Quartal im Vergleich zu 07-09/2024 um 7,9 Prozent auf 2,53 Milliarden SEK (231,84 Millionen Euro) hochhieven. Von diesem Umsatz entfielen allerdings 17,0 Prozent auf die Ende 2024 abgeschlossene Übernahme des australischen Handyhalterungs-Anbieters Quad Lock und minus 5,1 Prozent auf Wechselkurs-Schwankungen. Somit lag der organische dritte Quartalsumsatz 4 Prozent unter dem des vergleichbaren Vorjahres-Zeitraumes.
Immerhin hebt Ankarberg vor allem die neuesten Thule-Produktkategorien Hundetransport-Boxen und Kindersitze hervor, die gut in den Markt gekommen seien und weiterhin rasant wachsen würden. Gleichzeitig freut er sich über die dank der Quad Lock-Übernahme eingefahrenen neuen Umsätze.
Durchaus erfreulich: trotz der schwierigen Marktsituation lag die EBIT-Marge 17,9 Prozent über der des vergleichbaren Vorjahres-Zeitraumes (= 17,6 Prozent). »Kontinuierliche Verbesserungen des Produktmixes und der Effizienz unserer Lieferkette trugen zu einer Rekord-Bruttomarge bei. Wie geplant führte unsere Entscheidung, in der ersten Hälfte dieses Jahres mehr Produkte auf den Markt zu bringen, zu einem Rückgang der Produktentwicklungs-Kosten im Vergleich zum Vorjahr. Ohne Berücksichtigung des übernommenen Unternehmens Quad Lock gingen auch die sonstigen Aufwendungen im Vergleich zum Vorjahr zurück«, heißt es im vorliegenden Geschäftsbericht. Insgesamt stieg das EBIT um 9,7 Prozent auf 453 Millionen SEK (41,51 Millionen Euro).
Die ersten drei Verlaufsquartale
Was die erste drei Verkaufsquartale des laufenden Geschäftsjahres 2025 betrifft, konnte der Nettoumsatz im Vergleich um 9,3 Prozent auf 8,59 Milliarden SEK hochgefahren werden (787,12 Millionen Euro – davon entfallen 14,5 Prozent auf die Quad Lock-Übernahme und minus 3,7 Prozent auf Wechselkurs-Schwankungen). Auch hier konnte das organische Umsatz nicht ganz mit dem des vergleichbaren Vorjahres-Zeitraumes mithalten: es lag 1,5 Prozent darunter.
Aufgeteilt nach den drei von Thule Group ausgewiesenen Verkaufsregionen entfielen vom oben genannten Nettoumsatz 01-09/2025 satte 5,95 Millionen SEK auf Europa (545,21 Millionen Euro, plus 5,4 Prozent – organisches Wachstum 0,1 Prozent), 1,99 Milliarden SEK auf Nordamerika (182,34 Millionen Euro, plus 10,2 Prozent – organisch minus 6,7 Prozent) sowie 657 Millionen SEK (60,20 Millionen Euro, plus 58,4 Prozent – organisch minus 2,0 Prozent) auf den Rest der Welt (RoW).
Ausblick
Thule Group sieht sich derzeit in einem schwierigen Marktumfeld und dank einer aktualisierten globalen Strategie gut aufgestellt. So habe man im Laufe des Jahres eine Reihe struktureller Kostensenkungs-Maßnahmen beschlossen: »Die organisatorischen Veränderungen in Nordamerika wurden umgesetzt, und unsere Lagerautomatisierung in Polen, die ab 2028 jährliche Einsparungen von 100 Millionen SEK (9,16 Millionen Euro) bringen soll, ist auf gutem Weg.«
Außerdem werden langfristige Investitionen fortgesetzt: »Wir sind weltweit Marktführer in unseren wichtigsten Produktkategorien und investieren langfristig in die Entwicklung fantastischer und nachhaltiger Produkte, eine starke globale Marke sowie kosteneffiziente Fertigung und Logistik.«
Ankarberg und Team freuen sich darauf, mehr über ihre geplanten Zukunftsinvestitionen auf den Capital Markets Day am 20. November zu berichten.

Text: Jo Beckendorff

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