Schließlich konnten in den ersten drei Monaten des Jahres sowohl der organische Umsatz als auch die Rentabilität »in einem nach wie vor schwierigen Marktumfeld« zulegen.
In Zahlen: zwar liegt der vorläufige währungsbereinigte Gesamtumsatz mit seinen 2,57 Milliarden SEK (236,94 Millionen Euro) 7 Prozent unter dem von 01-03/2025. Allerdings wurde dieses Ergebnis durch Währungseffekte (Stichwort starker SEK contra schwachem USD) getrübt. Das organische Umsatzwachstum lag bei guten 4 Prozent.
Das Betriebsergebnis (EBIT) lag mit 424 Millionen SEK (39,04 Millionen Euro) 5,7 Prozent über dem des vergleichbaren Vorjahres-Zeitraums. Das Ergebnis entspricht einer Marge von 16,5 Prozent (01-03/2025: 15,1 Prozent). Der letztendliche Netto-Quartalsgewinn lag mit seinen 293 Millionen SEK (26,98 Millionen Euro) sogar zweistellige 11,3 Prozent über dem des vergleichbaren Vorjahres-Zeitraums.
Umsatzaufteilung nach Produktkategorien
Der währungsbereinigte Quartalsumsatz teilt sich wie folgt auf (Zahlen gerundet):
– Sports & Cargo Carriers: 1,24 Milliarden SEK (114,57 Millionen Euro, minus 7 Prozent – organisch: minus 0,2 Prozent)
– RV Products: 551 Millionen SEK (50,75 Millionen Euro, plus 2,6 Prozent – organisch: plus 8,0 Prozent)
– Bags & Mounts: 459 Millionen SEK (42,57 Millionen Euro, minus 4,8 Prozent – organisch: plus 6,4 Prozent)
– Active with Kids & Dogs: 319 Millionen SEK (29,38 Millionen Euro, plus 4,2 Prozent – organisch: plus 10,9 Prozent)
Mit Blick auf den größten Sektor »Sports & Cargo Carriers« (Anteil am Gesamtumsatz: 49 Prozent) erklärt Thule Group-President und -CEO Mattias Ankarberg, dass man diesen weiter gestärkt hat: »Wir haben zwei neue Produkte in niedrigeren Preisklassen auf den Markt gebracht. Sowohl die neue Thule Pulse-Dachbox als auch der Thule VeloLite-Fahrradträger sind gut angelaufen. Auch wenn unser Umsatz hauptsächlich im Premium-Segment erzielt wird, ermöglichen diese Produkte es mehr Verbrauchern, Thule-Produkte zu nutzen.«
Das Wachstum der zweigrößten Kategorie »RV Products« (Anteil am Gesamtumsatz: 21 Prozent) wurde hingegen von der laufenden Markterholung unterstützt.
Der Sektor »Bags & Mounts« (Anteil am Gesamtumsatz: 18 Prozent) wuchs vor allem durch die letztjährige Übernahme des australischen Smartphone-Halterungsanbieters Quad Lock.
»Active with Kids & Dogs« wächst dank Champion-Kandidatentrio
Außerdem werden neue Thule Group Champions geschaffen. RadMarkt-Anmerkung: das sind spezifische, margenstarke Produktkategorien, deren Produkte im Mittelpunkt der Investitionen für Produktentwicklung und Innovation stehen.
Ziel ist es, deren Zahl bis 2035 von derzeit sechs auf zehn zu erhöhen. Dazu noch einmal Ankarberg: »Derzeit haben wir drei vielversprechende Kandidaten, die dem Profil für Champion-Kategorien entsprechen, aber noch klein sind: All-Terrain- und Jogging-Strollers, Produkte für den Hundetransport und Auto-Kindersitze.« Diese drei jungen Produktkategorien seien im ersten Verkaufsquartal weiterhin rasant gewachsen.
Folge: der Geschäftsbereich »Active with Kids & Dogs« (Anteil am Gesamtumsatz: 12 Prozent), unter dem diese drei Champion-Kandidaten laufen, legte ein organisches Umsatzwachstum von 10,9 Prozent hin.
Umsatzaufteilung nach Region
Aufgeteilt auf die drei von den börsennotierten Schweden ausgewiesenen Verkaufsregionen entfallen mehrheitliche 78 Prozent des ersten Quartalsumsatzes 2026 auf Europa, 19 Prozent auf Nordamerika und 8 Prozent auf den Rest der Welt.
Ausblick
Auch wenn der Weltmarkt weiterhin von zurückhaltenden Verbrauchern und Einzelhändlern geprägt ist, will Thule Group eigenen Angaben zufolge ihre Bemühungen zum Aufbau eines größeren, profitableren Geschäfts zügig vorantreiben.
Oberste 2026er-Priorität liegt auf dem Wachstum der Champions-Kategorien durch Produktentwicklung. Außerdem treibe man weitere Effizienzsteigerungen voran: »Wir schaffen Technologieplattformen zur Optimierung der Fertigungskosten, tätigen gezieltere Investitionen in die Produktentwicklung und automatisieren unser Lager in Polen. So werden wir beispielsweise im zweiten Quartal die Fertigung von intern hergestellten Komponenten für Fahrradträger ausweiten, um die Kapazitätsauslastung in unseren Fabriken zu erhöhen.«
Somit sehen sich die Schweden – unabhängig von der Marktsituation -bestens gerüstet. Für die nun durchstartende Hochsaison habe man einen klaren Plan.
Text: Jo Beckendorff


