Bei konstanten Wechselkursen hätte das Wachstum sogar bei zweistelligen 13 Prozent gelegen. Anders ausgedrückt: alleine die Wechselkurs-Schwankungen sorgten für ein Minus von 5,1 Prozent.
Organisch lag der Thule Group-Quartalsumsatz 4,0 Prozent unter dem des vergleichbaren Vorjahres-Zeitraumes.
Zum letztendlichen Umsatzwachstum trug die im Dezember letzten Jahres abgeschlossene Übernahme des australischen Smartphone-Halterungsanbieters Quad Lock bei. Vom oben genannten Umsatzplus entfällt ein Beitrag von 17 Prozent auf besagte Übernahme.
Markterholung lässt auf sich warten
Laut Thule Group-President und -CEO Mattias Ankarberg zeigte der Markt auch im dritten Quartal noch keine Erholung. Sowohl Endverbraucher als auch Einzelhändler würden weiterhin sehr vorsichtig agieren.
Was den Schweden Laune macht: die Entscheidung, zu Beginn des Jahres 2025 mehr neue Produkte auf den Markt zu bringen, habe sich ausgezahlt: »Unsere neuesten Produktkategorien, Hundetransport-Boxen und Kindersitze, wuchsen weiterhin rasant, während gleichzeitig das übernommene Unternehmen Quad Lock neue Umsätze generierte.«
Umsatzaufteilung nach Produktkategorien und Verkaufsregionen
Von dem oben genannten Thule Group Quartalsumsatz entfielen folgende Marktanteile auf die vier von dem Anbieter ausgewiesenen Produktkategorien:
– »Sports & Cargo Carriers« (inklusive Auto Fahrrad-Träger): 53 Prozent)
– »RV Products«: 15 Prozent
– »Active with Kids & Dogs« (inklusive Fahrrad-Anhänger): 10 Prozent
– »Bags & Mounts« (inklusive Fahrrad-Taschen und -Gepäckträger): 22 Prozent
Geographisch aufgeteilt entfallen 67 Prozent des dritten Quartalsumsatzes auf die Region Europa (minus 3 Prozent), 24 Prozent auf Nordamerika (plus/minus 0 Prozent) sowie 9 Prozent auf den Rest der Welt (minus 3 Prozent).
Die ersten drei Verkaufsquartale 2025
Im Vergleich zu 01-09/2024 lag der letztjährige Nettoumsatz der ersten neun Verkaufsmonate bei 8,59 Milliarden SEK (801,4 Millionen Euro, plus 9,3 Prozent). Das EBIT lag mit seinem 1,56 Milliarden SEK (145,5 Millionen Euro) auf dem Niveau des vergleichbaren Vorjahres-Zeitraumes. Die EBIT-Marge lag mit ihren 18,5 Prozent unter den 19,8 Prozent von 01-09/2024. Der Nettogewinn der ersten drei Verkaufsquartale musste im Vergleich einen Rückgang von 5,7 Prozent auf nunmehr alles in allem 1,16 Milliarden SEK (108,2 Millionen Euro) schlucken.
Kosteneffiziente Maßnahmen
Um überhaupt gut durch die schwierige Zeit zu kommen, hat Thule Group gleich mehrere Maßnahmen zur Effizienz-Verbesserung vorangetrieben. »In diesem Jahr haben wir beispielsweise den Anteil der intern hergestellten Komponenten erhöht, um die verfügbaren Kapazitäten in unseren eigenen Fabriken effizienter auszunutzen. Darüber hinaus haben wir Lager konsolidiert und kleinere Lager von Drittanbietern geschlossen, um Kosten zu sparen und die Effizienz in den größeren Lagerhallen zu steigern. In den Bereichen Produktentwicklung, Vertrieb und Marketing haben wir KI-Dienste eingeführt, die zum Beispiel für zeitsparende und kosteneffizientere Übersetzungen und Bildbearbeitung eingesetzt werden,« erklärt Ankarberg.
Außerdem wurden im Laufe des Jahres eine Reihe struktureller Kostensenkungen beschlossen: »Die organisatorischen Veränderungen
in Nordamerika wurden umgesetzt, und unsere Lagerautomatisierung in Polen, die ab 2028 jährliche Einsparungen von 100 Millionen SEK bringen soll, ist auf gutem Weg.«
Ausblick
Was das vierte und letzte Verkaufsquartal 2025 betrifft, schaut Thule Group – weil es traditionell immer das umsatzschwächste ist – ohne allzu große Erwartungen nach vorne. Daher wird eher kommuniziert, dass man – um auch weiterhin auf einem schwierigen Markt gut positioniert zu sein – weiter langfristige Investitionen fortsetzen werde: »Wir sind weltweit Marktführer in unseren wichtigsten Produktkategorien und investieren langfristig in die Entwicklung fantastischer und nachhaltiger Produkte, eine starke globale Marke sowie kosteneffiziente Fertigung und Logistik.«
Text: Jo Beckendorff


