Dem Trend des Gesamtjahres entsprechend lag der organische Nettoumsatz des vierten Verkaufsquartals auf dem des vergleichbaren Vorjahres-Zeitraumes (allerdings mit einer Verbesserung gegenüber dem dritten Verkaufsquartal). Im ausgewiesenen Umsatz in Höhe von 1,84 Milliarden SEK (170 Millionen Euro, plus 9,4 Prozent) enthalten: ein auf die Quad Lock-Übernahme fallendes Plus von 19,9 Prozent sowie ein aufgrund von Wechselkursschwankungen beruhendes Minus von 10,4 Prozent gegenüber.
Das Betriebsergebnis (EBIT) des vierten Quartals kam auf 83 Millionen SEK (7,85 Millionen Euro). Zum Vergleich: in 10-12/2024 war es noch ein Minus von 35 Millionen SEK (3,31 Millionen Euro). Das entspricht einer Marge von 4,5 Prozent (10-12/2024: minus 2,1 Prozent). Der letztendliche Nettogewinn in Höhe von 21 Millionen SEK (1,98 Millionen Euro) kann sich mit Blick auf den vergleichbaren Vorjahreszeitraum mit einem Verlust in Höhe von 37 Millionen (3,50 Millionen Euro) durchaus sehen lassen.
Das Gesamtjahr 2025
Was das Gesamtjahr 2025 betrifft, weist Thule Group im Vergleich zum Vorjahr ein Umsatzwachstum von 9,3 Prozent auf 10,43 Milliarden SEK (980,0 Millionen Euro) aus. Aber auch hier gilt wie im letzten Verkaufsquartal: in diesem Wachstum sind 15,4 Prozent aus der Quad Lock-Übernahme sowie ein Minus von 4,8 Prozent aus Wechselkurschwankungen enthalten. Anders ausgedrückt: das organische Wachstum lag im Vergleich bei 1,3 Prozent.
Das Betriebsergebnis (EBIT) lag mit seinen 1,64 Milliarden SEK (150 Millionen Euro) im Vergleich mit 7,8 Prozent im Plus. Das entspricht einer Marge von 15,7 Prozent (2024: 15,9 Prozent). Was den Nettogewinn betrifft, lag Thule Group 2025 mit 10,33 Milliarden (970 Millionen Euro, minus 2,5 Prozent) in etwa auf Vorjahresniveau.
Thule-Markt Europa stabil und weiterhin führend
Der oben genannte Netto-Gesamtumsatz 2025 teilt sich auf die drei von Thule Group ausgewiesenen Verkaufsregionen wie folgt auf (Zahlen gerundet):
Region Europa: 7,04 Milliarden SEK (660 Millionen Euro, 0,4 Prozent)
Region Nordamerika: 2,48 Milliarden SEK (230 Millionen Euro, minus 6,1 Prozent)
Region Rest der Welt: 910 Millionen SEK (86 Millionen Euro, minus 3,0 Prozent)
Produktgruppen-Umsatzaufteilung
Thule Groups Gesamtumsatz verteilt sich auf die vier von den Schweden ausgewiesenen Produktgruppen prozentual wie folgt:
Sports&Cargo Carrier: 51 Prozent (minus 1 Prozent)
RV Products: 17 Prozent (4 Prozent)
Bags & Mounts: 21 Prozent (minus 10 Prozent)
Active with Kids & Dogs: 11 Prozent (minus 2 Prozent)
Dazu heißt es bei den Schweden, dass die Verkäufe des Sektors Sports&Cargo Carrier vor allem aufgrund der letztjährig durchgeführten Portfolio-Aktualisierung punkten konnten – und zwar »insbesondere in Europa« mit Dachboxen und Fahrrad-Trägern.
RV Produkte profitierten ebenfalls von starken Europa-Verkäufen. Außerdem wuchsen zum Jahresende die OEM-Verkäufe.
Bags & Mounts profitierte zwar von der Quad Lock-Übernahme, konnte aber die allgemeine Nachfrage-Flaute in diesem Sektor nicht auffangen.
Active with Kids & Dogs konnte vor allem mit Kindersitzen und Fahrrad-Anhängern für den Hund-Transport punkten.
Was Thule Groups sektorübergreifende Fahrradprodukt-Verkäufe betrifft, ging deren Umsatz generell wegen weiter anhaltenden Kaufzurückhaltung des Einzelhandels zurück. Dem stehen expandierende DTC-Verkäufe gegenüber. Die Schweden wollen diesen Sektor »als strukturelle Unterstützung für Marken und Markenkontrolle« weiter ausbauen.
Ausblick
Seit 2025 setzen die Schweden mehrere Initiativen um, die sich in den kommenden Jahren und mit Blick auf eine langfristige Wertschöpfung, ein höheres Wachstum sowie einer höheren Rentabilität auswirken sollen.
»Wir werden auch 2026 die Effizienzsteigerungen vorantreiben: Wir werden gezieltere F&E-Investitionen tätigen, Technologieplattformen zur Optimierung der Herstellungskosten schaffen und unser Lager in Polen automatisieren«, versichert Thule Group-President & CEO Mattias Ankarberg, »Thule ist unabhängig von der Marktsituation gut positioniert und wir haben unsere Prioritäten geschärft, um Wachstum und Rentabilität voranzutreiben. Immer mehr Menschen möchten ein aktives Leben führen, was uns im Laufe der Zeit ebenfalls Rückenwind verschafft. Die Arbeit am Aufbau eines größeren, profitableren Thule geht weiter. Ich freue mich sehr auf das Jahr 2026!«
Anders ausgedrückt: Auch wenn der Markt zu Beginn des Jahres 2026 immer noch von Kaufzurückhaltung seitens der Konsumenten sowie des Einzelhandels geprägt ist – laut Thule Group geht »der Trend in Richtung einer Erholung«.
Text: Jo Beckendorff


