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Thule Group: Wechselkurse bremsen einsetzende Wachstumserholung ein
Laut dem von dem Transportsystem-Pionier Thule Group AB frisch vorgelegten Interimsbericht des zweiten Verkaufsquartals 2026 hat das Unternehmen im Zeitraum April bis Juni einen Nettoumsatz von 3,42 Milliarden SEK (309,60 Millionen Euro) eingefahren. Damit cruisen die Schweden quasi auf Vorjahres-Niveau.
Foto: Thule Group

Genau genommen konnte der Nettoumsatz im Vergleich zu 04-06/2025 um 0,5 Prozent zulegen – wobei Minus 2 Prozent auf Wechselkurs-Schwankungen zurückzuführen sind. Das Betriebsergebnis (EBIT) belief sich auf 756 Millionen SEK (68,54 Millionen Euro, plus 7,5 Prozent). Das entspricht einer Marge von 22,1 Prozent (04-06/2025: 20,6 Prozent) entspricht. Das bereinigte Betriebsergebnis für das Quartal belief sich auf 779 Millionen SEK (70,53 Millionen Euro, plus 6,1 Prozent), was einer Marge von 22,8 Prozent (04-06/2025: 21,6 Prozent) entspricht. Somit erzielte Thule Group auch einen zweiten Quartalsüberschuss in Höhe von 537 Millionen SEK (48,62 Millionen Euro, plus 4,7 Prozent).
Umsatzaufteilung nach Geschäftsfeldern
Zum guten Ergebnis haben alle vier von den Schweden bespielten Geschäftsfelder beigetragen.
Der am schnellsten wachsende Produktbereich war »Active with Kids & Dogs« (plus 7,9 Prozent). Dieser beinhaltet auch Fahrrad-Anhänger. Deren Umsatz ging aller »in einem nach wie vor schwierigen Markt« leicht zurück. Alles in allem fuhr Thule Group 13 Prozent seines zweiten Quartalsumsatzes mit »Active with Kids & Dogs« ein.
Nach wie vor größtes Geschäftsfeld ist »Sport & Cargo Carriers«. Mit diesem auch Fahrrad-Träger anbietendem Geschäftsbereich fuhren die Schweden 54 Prozent ihres zweiten Quartalsumsatzes ein. Der erzielte im Vergleich ein organisches Wachstum von 0,5 Prozent.
Der dritte Thule-Geschäftsfeld »Bags & Mounts« wies im zweiten Verkaufsquartal ein organisches Wachstum von 4,5 Prozent aus. Dieser Sektor profitiert vor allem von der 2024 vollzogenen Übernahme des Smartphone-Halterungsanbieters Quad Lock. Deren Produkte kommen auch bei Radlern zum Einsatz. Mehr als zwei Drittel des Umsatzes wurden mit Halterungen eingefahren. 18 Prozent des zweiten Quartalsumsatzes entfielen auf diesen Bereich.
Das vierte und letzte von den Schweden bespielte Geschäftsfeld »RV Products« erzielte in 04-06/2026 ein organisches Umsatzwachstum von 3,6 Prozent. Dass es nicht mehr wurde, erklärt Thule Group mit den Auswirkungen des Nahost-Konflikts im Frühjahr. Der hätte die bisherige Erholung des Wohnmobil-Marktes negativ beeinflusst. Nichtsdestotrotz entfielen 15 Prozent des eingefahrenen Nettoumsatz 04-06/2026 auf diesen Sektor.
Umsatzaufteilung nach Regionen
Mehrheitliche 72 Prozent des zweiten Quartalsumsatzes wurden in Europa eingefahren. Dort wurde im Vergleich ein organisches Wachstum von 4,3 Prozent eingefahren. Ganz anders in Nordamerika (Umsatzanteil 22 Prozent): dort sank der organische Umsatz im Vergleich um 2,3 Prozent. Verbleibt noch die Verkaufsregion »Rest der Welt« (Umsatzanteil 6 Prozent). In der erzielte Thule Group ein leichtes organisches Wachstum von 1,2 Prozent.
Das erste Verkaufs-Halbjahr
Mit diesem zweiten Quartalsergebnis im Rücken konnte Thule Group seinen Nettoumsatz in der ersten Jahreshälfte auf 5,99 Milliarden (543,20 Millionen Euro) hieven – lag damit aber immer noch leichte 1,2 Prozent unter dem des vergleichbaren Vorjahres-Zeitraumes. Aber auch hier sind laut Anbieter minus 4,3 Prozent auf Wechselkurs-Schwankungen zurückzuführen. Das organische Umsatzwachstum betrug 3,1 Prozent.
Der letztendliche Halbjahres-Überschuss konnte sogar im Vergleich um 6,6 Prozent auf 829 Millionen SEK (75,05 Millionen Euro) hochgefahren werden.
Ausblick
Auch wenn Thule Group die gegenwärtige Marktsituation durch die Lage im Nahen Osten beeinflusst sieht:  in der positiven Entwicklung im ersten Halbjahr 2026 sieht Thule Group-President und -CEO Mattias Ankarberg den Beweis dafür, »dass unser Fokus auf den Ausbau der `Champions`-Kategorien und die Förderung von Effizienzsteigerungen auch dann Ergebnisse liefert, wenn der Markt herausfordernd ist«.
Mit Blick auf das laufende dritte Verkaufsquartal erklärt Ankarberg: » Wir haben klare Prioritäten, unsere Bemühungen tragen Früchte, und darüber hinaus möchten immer mehr Menschen ein aktives Leben führen, was uns langfristig Rückenwind verschafft. Wir treten nun in das dritte Quartal ein, wobei die Hochsaison anhält und in unseren Fabriken, Lagern sowie Vertriebs- und Marketingorganisationen weltweit reges Treiben herrscht. Ich freue mich sehr auf den weiteren Verlauf des Jahres 2026!«

Text: Jo Beckendorff

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