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»Towards tomorrow European Bike Show«: ZIV vergibt Leitmesse nach Köln
Der ZIV – Die Fahrradindustrie hatte angekündigt, einen eigenen Anlauf für eine Fahrradleitmesse zu nehmen – und realisiert diese nun in Köln. Die Partner setzen auf »europäische Stärke, klare B2B-Fokussierung, den Fachhandel und die enge Partnerschaft von Branche und Messe«. Premiere ist vom 6. bis 8. September 2027 in Köln. Wichtige Partner aus Industrie und Handel sind im Boot.
Foto: ZIV

Das neue Format soll jährlich stattfinden und Handel, Industrie, Zulieferer und Dienstleister aus Europa und der Welt vereinen. Veranstalter ist die Koelnmesse, der ZIV fungiert als Branchenpartner und Markeninhaber. Zahlreiche Key Player der Branche haben offenbar bereits ihre Teilnahmeabsicht bekräftigt – darunter alle großen Handelsverbände.

Die Partner wollen internationale Strahlkraft einer Weltleitmesse mit einem starken europäischen Fundament verbinden, Innovationskraft, Wertschöpfung und Zukunftsfähigkeit der Fahrradbranche auch für die Politik und eine breite Öffentlichkeit sichtbar machen. Wichtige Akteure der Bundes- und Landespolitik sowie der Stadt Köln haben ihre Unterstützung zugesagt.

Reine Branchenmesse ohne Publikum

Das Alleinstellungsmerkmal der neuen Messe soll im Leitmotiv »Von der Branche für die Branche« liegen. Inhalte, Formate und Schwerpunkte würden gemeinsam mit den Akteuren des Fahrradmarktes entwickelt. Die Messe soll eine Plattform der gesamten Branche sein und sich ausschließlich an ein B2B-Publikum richten.

Der ZIV hatte das Projekt ausgeschrieben und mehrere Bewerbungen erhalten. Die der Koeln-Messe überzeugte den Verband am meisten; so habe sie aufzeigen können, besonders erfahren und bewandt zu sein in der Ausrichtung einer Messe auf den Handel.

Die Infrastruktur tut ein Übriges – der Eingang zu den Rhein-nahen Hallen, in denen die Fahrradmesse stattfinden wird, liegt in Gehweite zum ICE-Bahnhof Köln-Deutz. Perspektivisch hätte Stuttgart diesen Vorteil auch geboten – ein Standort, der dem Vernehmen nach ebenfalls gute Chancen hatte aufgrund seines modernen Messegeländes und einer ebenfalls aussagekräftigen Bewerbung.

Infrastruktur überzeugt

Doch gerade in Sachen Messegelände muss Köln sich nicht verstecken: Ein Umbau der Messehallen beförderte diese von der Regionalliga in die Champions Leauge. Die schicken und intelligent angeordneten Hallen ermöglichen kurze Wege und eine hohe Aufenthaltsqualität.

Das Erlebnis ist also ein völlig anderes als zu IFMA-Zeiten. Außerdem liegt kein anderes deutsches Messegelände so innenstadtnah wie in Köln. Auch die Autobahn führt fast bis zum Messegelände. Zugleich will die Stadt Köln darauf hinwirken, dass die zahlreichen Hotels Zimmer zu akzeptablen Preisen vermieten.

ZEG und BICO im Boot

Die Standortwahl mag es der ZEG noch leichter gemacht haben, spontan ihre Beteiligung zuzusagen. Zugleich soll sie die Einbeziehung der BICO angeregt und begrüßt haben, die ebenfalls mit von der Partie ist. Auf diese Weise ist ein Grundrauschen an Händleraufkommen gesichert; auch wird damit die Breite des Bündnisses unterstrichen, das die neue Messe trägt.

Koeln-Messe und ZIV wollen auch an einem Strang ziehen, wenn es um das Vorgehen gegen Aussteller geht, die Produkte ausstellen, die nicht den einschlägigen Vorschriften im europäischen Markt entsprechen.

Mit der neuen Messe lebt die Fahrradtradition der Koeln-Messe wieder auf. 1962 war die IFMA nach Köln gewechselt – zuvor hatte sie in Frankfurt stattgefunden. 2008 fand sie zum letzten Mal statt – dem Versuch, sie ab 2010 in Form einer E-Bike-Halle in die Intermot zu integrieren, war kein Erfolg beschieden. Die Eurobike blieb, von einem Münchner Intermezzo abgesehen, lange Zeit die einzige Branchenmesse. Jetzt treffen wieder zwei Formate aufeinander, und zwar sehr direkt, denn als nächster Eurobike-Termin wurde der 1.-3. September 2027 genannt.

Das gemeinsame Projektteam von ZIV und Koelnmesse will potentiellen Ausstellern sowie Medienvertretern auf einem Kick-off-Event am 9. September 2026 in Köln mehr Informationen über die neue Messe geben.

http://show.twrds.com

 

Stimmen zur neuen Messe

Oliver Frese, Geschäftsführer (COO) Koelnmesse GmbH: »Köln ist für diese neue Leitmesse genau der richtige Standort. Natürlich bringen wir als Koelnmesse mit unserer Erfahrung, Innovationskraft und unserer modernen Infrastruktur die besten Voraussetzungen mit, die ein internationales B2B-Format braucht. Aber entscheidend ist zudem auch: In Köln kommen Märkte in Bewegung. Im Herzen Europas gelegen ist Köln eine Stadt mit exzellenter internationaler Anbindung, hoher medialer Sichtbarkeit und einer Begeisterungsfähigkeit, die optimal zu einer Branche passt, die selbst für Bewegung steht.«

Bernhard Lange, ZIV-Präsidiumsmitglied und CEO Paul Lange GmbH & Co. KG: »Aus den Mitgliedsunternehmen des ZIV, der deutschen und der internationalen Fahrradindustrie, dem Handel und von Dienstleistern wurde nahezu einhellig die Überzeugung geäußert, dass die Branche eine globale Leitmesse braucht und dass diese im wohl wichtigsten Fahrradmarkt, in Deutschland, stattfinden soll. Diesem Wunsch und Anspruch stellen sich die Branchenverbände, und ich bin überzeugt, dass wir mit der towards tomorrow genau das richtige Format dafür schaffen.«

Burkhard Stork, ZIV-Geschäftsführer: »Die towards tomorrow bildet vom deutschen Handel über europäische und internationale Player genau das Netzwerk ab, das die globale Fahrradwirtschaft heute ist. Was die neue Messe außerdem zurückbringt, ist der community spirit. Dieser besondere Drive der Branche und daraus erwachsende Partnerschaften sind das, was uns zusammen stark macht. Kurz: Eine Messe, die nicht mitläuft, sondern vorausfährt. Da freue ich mich drauf!«

Torsten Burmester, Oberbürgermeister Stadt Köln: »Als internationale Messestadt, jahrtausendalte Wirtschaftsmetropole und moderne Mobilitätsstadt bringt Köln die besten Voraussetzungen mit, um jetzt zu einem Knotenpunkt der Fahrradbranche zu werden. Kaum eine andere Industrie denkt, Innovation, urbane Mobilität und wirtschaftliche Dynamik so intuitiv und kreativ wie die Fahrrad und E-Bike-Branche. (…)

Dass sich die Branche für Köln entschieden hat, ist weit mehr als eine reine Standortentscheidung. Damit entsteht in Köln ein neuer, internationaler Ankerpunkt der Fahrradwirtschaft mit einer Sichtbarkeit, die weit über Deutschland hinausreicht. Köln bringt Menschen, Märkte und jetzt einmal mehr Mobilität zusammen. Genau deshalb passt dieses Zukunftsprojekt hervorragend zu unserer Stadt. Mit dieser neuen internationalen Plattform entstehen zudem wichtige Impulse für Wirtschaft, Stadtentwicklung, internationale Sichtbarkeit und – ja – auch urbane Lebensqualität. Köln wird damit in Zukunft noch stärker zu einem Schaufenster für moderne Mobilität. Ich freue mich sehr, dass die Fahrradwelt künftig in Köln zusammenkommt. «

Georg Wagner, Geschäftsführer BICO Zweirad Marketing GmbH: »Die enge Zusammenarbeit der Einkaufsverbände auf Augenhöhe sowie die Abstimmung mit dem ZIV stellen eine historische Chance für die Fahrradbranche dar – und genau das, was der Markt derzeit zu Recht erwartet. Deshalb werden wir gemeinsam eine pragmatische Lösung für 2027 entwickeln, die es sowohl Besuchern, Ausstellern und als auch uns als BICO ermöglicht, organisatorisch und zeitlich an beiden Messeformaten teilzunehmen. (…) «

Fred Schierenbeck, Vorstandsvorsitzender (CEO/CSO), ZEG Zweirad-Einkaufs-Genossenschaft eG: »Wir freuen uns zunächst auf unsere ZEG-Show in rund vier Wochen hier in Köln. Gleichzeitig blicken wir mit großer Freude und Zuversicht auf die neue Leitmesse, die ab 2027 ebenfalls in Köln stattfinden wird. Wir werden dort als ZEG vertreten sein und begrüßen diese Zusammenarbeit innerhalb der Branche ausdrücklich. Eine starke gemeinsame B2B-Plattform kann zu einem echten Impulsgeber für die gesamte Branche werden. Wir freuen uns darauf, diesen Weg aktiv mitzugestalten, und gemeinsam auch im Kreise der Verbände die Zukunft des Fahrradmarktes voranzubringen. «

Uwe Wöll, VSF – Verbund Service und Fahrrad: »Wir freuen uns sehr, dass es einen Neuanfang unter Beteiligung der Handelsverbände gibt. Für unsere Händler ist der Überblick über das deutsche, europäische und globale Angebot entscheidend. Gelingt uns gemeinsam zusätzlich große mediale Aufmerksamkeit auf das Event zu lenken, ist der ganzen Fahrradwirtschaft geholfen! Wir sind dabei. «

Britta Sieper, Geschäftsführerin Puky GmbH & Co KG: »Ich freue mich darauf, auf der towards tomorrow die gesamte Branche zu treffen. Für Puky ist die Internationalität von Kunden und Lieferanten besonders wichtig. Die neue Messe vereint die europäischen und globalen Entscheider der Fahrradwirtschaft an einem Ort.«

 

 

 

 

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