Die mittlerweile mit europaweit 36 B2B- und B2C-Plattformen in 28 Branchen tätigen Düsseldorfer konnten ihr letztjähriges Bruttowarenvolumen (GMV) gegenüber dem Vorjahr um 44,3 Prozent erstmals über die Milliarden-Schwelle auf 1,30 Milliarden Euro hieven. Der Nettoumsatz erhöhte sich dabei ebenfalls um gute zweistellige 38,8 Prozent auf 728,09 Millionen Euro. Dank eines erfolgreich umgesetzten Kosten- und Effizienzprogramms konnte das bereinigten EBITDA ebenfalls im Vergleich zum Vorjahr um 65,3 Prozent auf 55,0 Millionen Euro wachsen. Das berichtete EBITDA stieg auf 71,22 Millionen Euro (plus 28,0 Prozent). Somit wuchs auch das Konzernergebnis (alias der Konzern-Nettogewinn) um 42,1 Prozent auf 46,52 Millionen Euro – »was zu einem deutlich erhöhten Ergebnis je Aktie von 2,26 Euro (Vorjahr: 1,60 Euro) führte«.
»Wir haben im Jahr 2025 unsere Ziele vollumfänglich erreicht. Das organische Wachstum unserer Plattformen war durchgehend stark, wodurch wir uns erfolgreich von der allgemein schwachen Branchenentwicklung im Handel abkoppeln konnten. Dass unser bereinigtes EBITDA deutlich schneller gewachsen ist als der Umsatz, belegt die hohe Skalierbarkeit unserer Software-Lösungen. Durch unsere strikte Kapitalallokation haben wir unsere Profitabilität und Bilanzqualität gestärkt«, erklärt TPG-Gründer und CEO Dr. Dominik Benner.
Aktuelle TPG Mobility-Sparte: zwei Unternehmen mit drei Online- und einem stationären Handel
Was die Mobility-Sparte von TPG betrifft, wird die leider wie bisher nicht explizit im Geschäftsbericht genannt. Auf Nachfrage erfährt der RadMarkt, dass diese Sparte Teil des im Geschäftsbericht ausgewiesenen Sektors »Freight Goods« (mit einem 2026er-Nettoumsatz von 113,0 Millionen Euro, plus 22,2 Prozent) ist.
Zudem gehört die E-Motorroller-Plattform www.gem-s.de von GEM-S GmbH auch nicht mehr wie bisher angenommen zur TPG Mobility-Sparte. Sie wurde dem letztjährig verkauften E-Motorroller-Unternehmen Emco Elektroroller GmbH (www.emco-e-scooter.com) zugeordnet. Emco ist wiederum eine der drei im letzten Jahr von den Düsseldorfern verkauften sogenannten »Non Core Assets« (der RadMarkt berichtete).
Somit besteht die TPG-Mobility-Sparte nur noch aus den drei Fahrrad-Plattformen www.bike-angebot.de von Bike-Angebot GmbH & Co. KG sowie den zwei von der Jungherz GmbH gelenkten Online-Shops www.fahrrad-teile.shop/ und www.jungherz.gmbh.
Aber auch hier gibt es eine Änderung: der virtuelle Fahrradteile-Shop ist jetzt bei den Düsseldorfern (wie das ebenfalls vom RadMarkt in Erfahrung gebrachte zu TPG gehörende stationäre Fahrradgeschäft Radzentrum Nagold auch) so in den Bereich Jungherz integriert, dass sich der TPG-Mobilitätssektor nur noch aus zwei Unternehmen – der Jungherz GmbH und der Bike-Angebot GmbH & Co. KG (bestehend aus drei Online- und einem stationären Geschäft) – zusammensetzt.
Ausblick
Mit dem guten 2025er-Eegebnis im Rücken hält TPG auch an dem bereits im Januar kommunizierten Prognose für das Geschäftsjahr 2026 fest. Demnach strebt die Gesellschaft »ein Bruttowarenvolumen (GMV) von 1,7 Milliarden Euro, einen Nettoumsatz von 1,0 Milliarden Euro sowie ein bereinigtes EBITDA in einer Bandbreite von 70 Millionen bis 80 Millionen Euro« an.
Text: Jo Beckendorff


