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TPG strebt Gesellschafts-Umwandlung und Führungsstruktur-Änderung an
Das virtuelle Software- und Plattformlösungs-Dach The Platform Group AG (TPG) hat bekannt gegeben, die Umwandlung der börsennotierten Gesellschaft in eine Kommanditgesellschaft auf Aktien (SE & Co. KGaA) vorzubereiten. Um die geplante Änderung der Rechtsform in der Organisation zu verankern und an der künftigen Strategie stärker auszurichten, wurde auch eine Veränderung der TPG-Führungsstruktur beschlossen.
Foto: TPG

Warum wir darüber berichten? Weil sich unter dem TPG-Dach auch ein aus www.bike-angebot.de, www.fahrrad-teile.shop und www.jungherz.gmbhwww.gem-s.de und www.emco-e-scooter.com) bestehendes Zweirad-Onlineshop-Quintett tummelt.
Eine ausführliche Darstellung der rechtlichen und wirtschaftlichen Folgen des Rechtsform-Wechsels sowie der künftigen Beteiligung der Aktionäre wird der TPG-Vorstand in einem erstellten Umwandlungsbericht darstellen. Der wird den Aktionären mit Einberufung der ordentlichen Hauptversammlung zugänglich gemacht. Bei der im August stattfindenden Hauptversammlung soll dann über den Formwechsel abgestimmt werden.
»Mit der angestrebten Umwandlung in eine Rechtsform der SE & Co. KGaA sichern wir die langfristige Ausrichtung der TPG, schnelle Entscheidungsabläufe und stellen eine stabile Eigentümerstruktur auch in Zukunft sicher«, wirbt der TPG-Vorstandsvorsitzende Dr. Dominik Benner, »viele andere Unternehmen wie Fresenius, Ströer oder Bertelsmann haben diesen Schritt erfolgreich umgesetzt. Gleichzeitig werden wir uns künftig internationaler aufstellen, um das Wachstumspotential der TPG auch in anderen Ländern zu realisieren. Die Entwicklung der TPG zu einem internationalen Unternehmen mit signifikanter Umsatz- und Ertragskraft steht aus unserer Sicht erst am Beginn, das Unternehmen wird in wenigen Jahren deutlich größer und globaler aufgestellt sein. Die Benner Holding wird dabei als Mehrheits- und Ankeraktionär aktiv die TPG begleiten, gleichzeitig haben wir so die Option geschaffen, den Free Float künftig zu erhöhen. Vor dem Hintergrund, dass künftig auch größere Akquisitionen infrage kommen und Aktien dabei als Bestandteil eine wichtige Rolle spielen, ist dies ein wichtiger Schritt.«
Mehrheitsaktionär Benner Holding GmbH hält derzeit rund 69,7 Prozent der stimmberechtigten Aktien von TPG in seinen Händen. Komplementärin der KGaA soll eine Europäische Gesellschaft – The Platform Group SE – sein. An der ist die Benner Holding GmbH auch mehrheitlich beteiligt. Das Management der Komplementärin wird identisch mit dem Vorstand der The Platform Group SE sein und die Geschäftsführung der The Platform Group SE & Co. KGaA übernehmen.
Wichtig für die Aktionäre zu wissen: der vorgeschlagene Formwechsel lässt die rechtliche und wirtschaftliche Identität der Gesellschaft unberührt. Das Grundkapital bleibt genauso unverändert wie die Zahl der ausgegebenen Stückaktien. Anders ausgedrückt: die Aktionäre werden dieselbe Anzahl an nennwertlosen Stückaktien an der KGaA halten wie vor dem Formwechsel. Die Aktien der künftigen The Platform Group SE & Co. KGaA werden wie bisher zum Börsenhandel einbezogen sein und sollen in Namensaktien umgewandelt werden.
Führungsstruktur-Änderung
»Unser Ziel ist es, die TPG noch internationaler auszurichten, AI viel stärker im Unternehmen zu verankern und dabei langfristig ein neues Level der Profitabilität und Umsatz zu erreichen. Unsere derzeitige Führungsstruktur erscheint uns hierfür nicht passend zu sein, so dass wir künftig die Verantwortungsbereiche auf drei Leitungsebenen verteilen und mehr Personen in die Führung einbinden«, berichtet der TPG-Aufsichtsratsvorsitzende Stefan Schütze.
Unter dem künftig mit Dr. Dominik Benner als CEO vertretenen Vorstand wird künftig eine Ebene von sogenannten C-Level-Führungskräften definiert. Dieser Ebene werden COO (Operations), CHO (Human Resources), CPO (Platforms) sowie CFO (Financial) angehören.
Außerdem werden die Stellen eines Chief of Internationalization Strategy (CIS) und eines Chief of Investor Relations (CIR) neu geschaffen. Um die Themenbereiche rund um Artificial Intelligence (AI) im Unternehmen zu verankern, wird bis Ende 2025 auch eine neue Stelle als Chief of AI (CAI) besetzt. Aufgrund der intensiven Beteiligungs- und Luxus-Aktivitäten werden zusätzlich die Stellen eines Chief of Portfolio Management (CPM) und eines Chief of Luxury Category (CLC) etabliert.
Was dann allerdings doch verwundert: der erst Anfang Mai ins Unternehmen eingestiegene und zusammen mit CEO Dr. Dominik Benner die operative Führung und strategische Weiterentwicklung des Unternehmens bildende Marcus Vitt ist Ende Mai schon wieder aus dem TPG-Vorstand ausgeschieden – einvernehmlich, wie es heißt. Dem ist auch wohl so – schließlich wird er künftig als TPG-Berater fungieren.

Bjoern Minnier.Foto: Weltbild D2C Group

Neu hinzu kommt dann allerdings Björn Minnier. Er startet bei den Düsseldorfern als CFO durch. Als Finanzchef wird er dann auch der oben erwähnten C-Level-Führungskraft-Ebene angehören. Zuvor war Minnier bei der E-Commerce-Beteiligungsgesellschaft WB D2C Group und deren Mitte letzten Jahres in die Insolvenz geschlitterten und zum 31.8.2025 eingestellten Tochter Weltbild GmbH & Co. KG im Einsatz.
Weichenstellungen fürs internationale Geschäft
Neben der Änderung der Führungsstruktur wurde beschlossen, künftig die Internationalisierung durch einzelne Ländergesellschaften mit eigenem Personal zu forcieren. Entsprechende Gründungen und Rekrutierungen erfolgen bis Ende 2025: »Ziel ist es, die bestehenden Plattform-Lösungen und Geschäftsmodelle der TPG in einzelnen, selektierten Auslandsmärkten erfolgreich zu positionieren. Schwerpunkte bilden dabei die Märkte Südeuropa, USA sowie China und Indien.«

Tewt: Jo Beckendorff

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