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Urwahn und Roland bauen Partnerschaft zur Smart Bike Factory aus
Die beiden deutschen Mittelständler Urwahn und Roland vertiefen ihre langjährige Zusammenarbeit und positionieren sich gemeinsam als technologisch führendes Produktionsnetzwerk für Rahmen- und Laufradbau „Made in Germany“ mit Fokus auf regionale Wertschöpfung.
Urwahn und Roland vertiefen ihre Zusammenarbeit: Eine sogenannte „Smart Bike Factory“ integriert die Lieferkette und Qualitätssicherung über einzelne Komponenten hinweg.Foto: Urwahn

Was ursprünglich als klassische Lieferbeziehung begann, ist inzwischen zu einer strategischen Partnerschaft auf Augenhöhe gewachsen. Für Urwahn ist Roland längst mehr als ein Zulieferer. „Wir sprechen hier nicht mehr von einem klassischen Zulieferverhältnis, sondern von einem integrierten Teil unserer Wertschöpfungskette“, betont Urwahn COO Leonard Harreß. Ziel sei es, Laufräder als festen Bestandteil einer „Smart Bike Factory“ zu verstehen – mit durchgängigen Standards bei Qualität, Automatisierung, Digitalisierung und Flexibilität.

Roland fertigt seine Laufräder vollständig in Garrel (Niedersachsen) und kombiniert jahrzehntelange Erfahrung mit hochautomatisierten, digital gesteuerten Produktionslinien. In Verbindung mit den 3D-gedruckten Rahmenplattformen von Urwahn entstehen so Bikes und Laufradsätze, die von der Konstruktion über Prüfprozesse bis zur Rückverfolgbarkeit aufeinander abgestimmt sind.

Für Roland ist die Kooperation zugleich technischer Impulsgeber. Geschäftsführer Heiko Plorin beschreibt die Zusammenarbeit als anspruchsvoll und fördernd zugleich: „Urwahn fordert uns im besten Sinne heraus. Wir arbeiten in kurzen Zyklen, mit hoher Varianz und einem klaren Fokus auf Qualität. Das zwingt uns, Prozesse neu zu denken, Rüstzeiten zu verkürzen, unsere Automatisierung weiterzuentwickeln und gleichzeitig flexibel zu bleiben. Genau das macht diese Partnerschaft so wertvoll – sie treibt uns beide technologisch voran.“

Beide Unternehmen verstehen ihre Zusammenarbeit auch als industriepolitisches Statement. Statt globaler Lieferketten und anonymer Massenfertigung setzen sie auf ein regionales Produktionsnetzwerk mit kurzen Wegen und direkter Kommunikation. Das Ergebnis: höhere Reaktionsgeschwindigkeit, belastbare Qualität und eine Produktion, die Skalierung und Individualisierung verbindet.

Mit Blick auf die laufende Marktkonsolidierung positionieren sich Urwahn und Roland bewusst als Gegenmodell zu kurzfristigem Kostenfokus. Die gemeinsam aufgebaute Infrastruktur – von 3D-Druck über Engineering bis zu automatisierten Laufradlinien – soll zudem keine geschlossene Lösung bleiben. Vielmehr verstehen beide Partner ihr Setup als offene Plattform für weitere Kooperationen mit Unternehmen aus der Branche, die Mobilität, Technologie und Produktion neu denken wollen.

 

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