Begründet wird der Schritt mit dem Hinweis, dass E-Fahrzeuge in Europa – »insbesondere wenn es um Zweiräder geht« – eine viel größere Akzeptanz finden würden. Zwar seien E-Autos und -Lastwagen in der Heimat alltäglich. Das gelte aber nicht für Zweiräder: »Dafür gibt es mehrere Gründe, darunter Einschränkungen hinsichtlich der Form, technologische Herausforderungen, infrastrukturelle Herausforderungen und natürlich die starke Abneigung gegen Dinge, die nicht den von den Fahrern gewünschten `Make The Noise´-Sound erzeugen.«
Außerhalb der USA und Kanada gäbe es mehr Menschen, die ihre Motorräder für praktische, alltägliche Zwecke wie den Weg zur Arbeit nutzen und nicht nur in der Freizeit: »Daher sind die kleinen E-Motorroller und -Motorräder, die in der heutigen Zeit viel einfacher auf den Markt zu bringen sind, in diesen Ländern sehr beliebt.«
Allerdings zählen Offroad-Motorräder derzeit nicht dazu. Genau dort sieht Zero Motorcycles eine Nische, die man füllen will (vor allem mit den eigenen kleineren Modellen).
Der Umzug der Unternehmenszentrale in die Niederlande (ein genauer Standort wurde zum Zeitpunkt dieses Schreibens noch nicht genannt) heißt nicht, dass man die kalifornische Zentrale in Scotts Valley komplett verlässt. Dort würde man sich neu strukturieren.
»Die enge Koordination unserer globalen Hauptsitz-Funktionen in Europa stellt sicher, dass wir weiterhin klarer Marktführer im Bereich Elektromotorräder bleiben. Sie bereitet uns den Weg in das spannendste Kapitel der Unternehmensgeschichte,« betont Zero Motorcycles-CEO Sam Paschel.
Text: Jo Beckendorff
