„Die Zweirad-Saison neigt sich dem Ende, gute bis zufriedenstellende Umsätze konnten in den letzten Wochen nur mit Preisaktionen wie Lagerräumung und Saisonschlussverkauf erzielt werden. So konnte das gute Spätsommerwetter zumindest noch den einen oder anderen Umsatz generieren.
Die Angebotspreise liegen aber teilweise erheblich unter den Einstandspreisen, da nächstes Jahr das Vorjahresmodell und das verbaute veraltete Antriebssystem noch schwieriger zu vermarkten sind und auch die Kosten für zusätzliche Lager- und Finanzierungskosten natürlich einkalkuliert werden, sind doch nennenswerte Umsätze saisonbedingt erst wieder im März oder April zu erwarten.
Andererseits ist schon jetzt erkennbar, dass einige Hersteller bei den interessanten Modellen für das MJ 2026 ausverkauft sind. Auf der Produktionsseite wurde kräftig auf die Bremse getreten. Es empfiehlt sich, darüber nachzudenken, die neue Ware auf der guten Ladenfläche zu „bündeln“ und die „ewigen“ Angebote separat (eventuell durch einen Zeltverkauf) zu vermarkten. Der Kunde will sicher neue Räder sehen – dabei ist dann das ultimative „unter-der-Gürtellinie-Angebot“ nicht mehr so entscheidend. Dem Image des Geschäftes wird ein solches Vorgehen nicht schaden können.
Die Hersteller täten gut daran, das Tempo bei neuen Modellen herunterzufahren und lieber in die Qualität und in den Service zu investieren und die Sonderposten und Angebote breit und gerecht bei den Händlern zu streuen, damit für die Zukunft noch eine breite Händlerschaft zur Vermarktung und den Service zur Verfügung steht.“

