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Verbände wollen Rechtsrahmen für schwere Lastenräder verbessern
Im Vorfeld der SPEZI kündigen die Branchenverbände ZIV - Die Fahrradindustrie, Zukunft Fahrrad und Radlogistikverband Deutschland (RLVD) einen gemeinsamen Vorschlag an, wie schwere E-Lastenräder zukünftig besser europäisch reguliert werden könnten.

Die drei Verbände vertreten gemeinsam die Position, dass Fahrzeuge nach EN 17860-4 (schwere, mehrspurige Lastenräder) die fahrradrechtlichen Privilegien behalten müssen: Sie dürfen auf geeigneten Radwegen fahren, benötigen keinen Führerschein, kein Versicherungskennzeichen und keine Typgenehmigung. Diese Privilegien seien eine wesentliche Grundlage für den erfolgreichen Einsatz dieser Fahrzeuge.

Vor dem Hintergrund eines dynamisch wachsenden und innovativen Ökosystems von Herstellern und Komponentenanbietern setzen sich die Verbände für klare und verlässliche regulatorische Rahmenbedingungen ein, die langfristige Planungssicherheit bieten und Innovation fördern.

Der ZIV hat im April 2025 die Position „E-Bike – aktive Mobilität als Erfolgsfaktor“ für Elektrofahrräder bis 300 Kilo Gesamtgewicht veröffentlicht; daraus sei eine konstruktive Debatte zwischen den Verbänden entstanden. Jetzt wollen die drei Verbände zusammen einen Vorschlag erarbeiten, wie Fahrzeuge nach EN 17860-4 (schwere, mehrspurige Lastenfahrräder) regulatorisch klar und nachvollziehbar innerhalb der EU-Regulierung eingeordnet werden können – einschließlich der Frage, ob eine eigenständige Unterkategorie innerhalb des bestehenden Rechtsrahmens sinnvoll zur Abbildung dieser Fahrzeugklasse beitragen kann.

Die Verbände sehen in diesem gemeinsamen Ansatz einen wichtigen Schritt, diese Fahrzeuge für die Radlogistik und anderen Nutzungen dauerhaft in einem geeigneten, durchsetzbaren und zukunftsfähigen europäischen Rechtsrahmen zu verankern. Außerdem setzen sie ein sichtbares Zeichen für konstruktive Zusammenarbeit und die gemeinsame Entwicklung praxisnaher Lösungen.

Den Vorschlag wird eine gemeinsame Arbeitsgruppe der Verbände ausarbeiten. Daran nehmen teil: für den ZIV Tim Salatzki (Leiter Technik & Normung), Sebastian Grassow (Referent für Technik und Normung), für Zukunft Fahrrad Arne Behrensen (Senior Expert Transportwende), für den RLVD Helge Neubauer (stellv. Bundesvorsitzender) und Sebastian Bächer (Fachvorstand International).

Der gemeinsame Vorschlag soll mit anderen Verbänden auf deutscher und europäischer Ebene beraten und in den anstehenden EU-Gesetzgebungsprozess zu einer „Personal Mobility Device Regulation“ eingebracht werden.

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