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Verbands-Appell an die künftige Bundesregierung: Radverkehr und Fahrradwirtschaft stärken!
Gemeinsam wenden sich der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) und die Fahrradwirtschafts-Verbandstrio Verbund Service und Fahrrad e.V. (VSF), Zweirad-Industrie-Verband e.V. (ZIV) und Zukunft Fahrrad e.V. mit einem Impulspapier unter dem Titel »Das Fahrrad stärkt!« an die künftige Bundesregierung.

Um das Fahrrad in der Wirtschafts- und Verkehrspolitik der neuen Bundesregierung fest zu verankern, fordern sie diese auf, entschlossene politische Maßnahmen voranzutreiben. Zentrales Anliegen oben genannter Verbände ist es, den Fahrradwirtschafts-Standort Deutschland zu stärken und die vielfältigen Potenziale des Radverkehrs auszuschöpfen.
Dafür soll der Bund pro Jahr eine Milliarde Euro bereitstellen. Nur so könne man den Radverkehr langfristig innerhalb des geplanten Infrastruktur-Sondervermögen absichern. Denn, so die Verbände: »Gute Radinfrastruktur führt zu mehr Radverkehr, die Vorteile liegen auf der Hand – weniger Stau, bessere Luft, gesündere Menschen«.
»Die Fahrradwirtschaft in Deutschland ist stark! Sie ist Motor und Innovationstreiber für den weltweiten Fahrradmarkt«, betont VSF-Geschäftsführer Uwe Wöll, »um die Wertschöpfung am Standort nachhaltig sichern zu können, müssen wir in Netzwerke und Cluster eingebunden werden, brauchen gezielte Unterstützung bei der Digitalisierung der Branche und flexiblere Ausbildungsangebote für Quer- und Seiteneinsteiger. Die Aufwendungen für echten Fortschritt sind gering, das Potenzial auf mehreren gesellschaftlichen Ebenen hingegen groß.«
»Fast die Hälfte der Menschen in Deutschland will häufiger mit dem Fahrrad oder E-Bike fahren. Um das zu unterstützen, sollte die kommende Bundesregierung den Zugang zu Fahrrädern und E-Bikes mit verschiedenen Maßnahmen aktiv fördern und damit den Jobmotor Fahrradwirtschaft in Deutschland weiter stärken«, ergänzt Zukunft Fahrrad-Geschäftsführer Wasilis von Rauch, »das Dienstrad-Leasing muss ins Einkommensteuer-Gesetz, dazu sollten Mobilitätsbudgets vereinfacht werden. Die Integration von Bikesharing in den ÖPNV oder die Neuausrichtung der öffentlichen Beschaffungs- und Vergabepolitik sind weitere wirkungsvolle Hebel. Grundsätzlich sollte das Fahrrad bei Investitions- und Förderprogrammen immer mitgedacht werden, zum Beispiel bei der Elektromobilität.«
»Wir wünschen uns ein klares Bekenntnis der neuen Bundesregierung beim Thema Verkehrssicherheit, denn diese ist eine entscheidende Voraussetzung für unsere sehr erfolgreiche deutsche Fahrrad-Industrie und deren Absatzmarkt mit Produkten Made in Germany! Nur wer sich auf unseren Straßen sicher fühlt, kauft unsere Fahrräder«, meint ZIV-Geschäftsführer Burkhard Stork.
»Radfahren ist die Mobilität der Zukunft. Um das Potenzial im Radverkehr voll auszuschöpfen, brauchen wir stabile und verlässliche Investitionen in die Infrastruktur. Lückenlose, sichere und komfortable Radwege-Netze mit verbindlichen Standards und moderne Abstellanlagen an Bahnhöfen und Haltestellen gibt es nicht umsonst,« wirft ADFC-Geschäftsführerin Caroline Lodemann ein.

Text: Jo Beckendorff/Fahrrad-Verbände

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