Weltmeisterin führt das Feld für 3RIDES Aachen an
In der Szene hat sich 3RIDES etabliert: Für den 31. Mai und 1. Juni erwartet das Gravel- und Straßenevent eine hochkarätige Besetzung und spannende Rennen. So wird die dreifache Weltmeisterin und Vorjahressiegerin Lucinda Brand in die Eifel zurückkehren. Die 35-jährige Niederländerin gewann unter anderem 2022 die Tour de Suisse der Frauen und gehört im Cross zu den dominierenden Athletinnen ihrer Generation. 2021 wurde sie Cross-Welt- und -Europameisterin und sammelt auch im Gravelsport zahlreiche Erfolge. Für 3RIDES will es ihr die Konkurrenz ausgerechnet angeführt von einer Landsfrau schwer machen.
3 Rides Aachen

Marianne Vos, Olympiasiegerin 2012 und Olympia-Zweite von Paris im Straßenrennen und insgesamt 14-fache Weltmeisterin, die am 31. Mai ihr erstes und voraussichtlich auch einziges Rennen im Regenbogentrikot der amtierenden Gravel-Weltmeisterin fahren wird, gilt mit über 250 Siegen allein auf der Straße als eine der erfolgreichsten Radsportlerinnen aller Zeiten. Bei Tour de France, Giro und Vuelta hat sie schon Etappen gewonnen – der Sieg in Aachen fehlt ihr noch.

Mit Tessa Neefjes ist auch die Siegerin von 2023 wieder in Aachen dabei. Die 28-Jährige gewann bereits mehrere Rennen der UCI Gravel World Series. Die deutschen Fahrerinnen werden angeführt von Romy Kasper. Zu den größten Erfolgen der 37-Jährigen gehört ein Etappensieg bei der Thüringen-Rundfahrt.

Zu den Favoriten für die Entscheidung im Männerrennen des 3RIDES Gravel Race gehören unter anderem Sebastian Breuer, Jonas Koch und Jan Bakelants. Breuer, 35, ist Experte für die ultralangen Gravelrennen und unter anderem Sieger des Badlands in Spanien oder beim Unbound XL. Mit Koch startet auch ein WorldTour-Profi bei 3RIDES. Der 31-Jährige steht beim Team Red Bull – BORA – hansgrohe unter Vertrag, fuhr bereits alle GrandTours und stand am Sonntag noch bei Rund um Köln am Start. Der Etappensieger der Tour de l’Avenir war 2021 Silbermedaillengewinner der Deutschen Straßenmeisterschaften. Mit Bakelants fährt auch ein Etappensieger der Tour de France bei 3RIDES. In Ajaccio gewann er 2013 vor Peter Sagan und holte sich dabei auch das Gelbe Trikot. Der 39-Jährige ist nach dem Ende seiner Profi-Karriere zum Gravelsport gewechselt.

Auch einige «Altstars» sind bei 3RIDES Aachen dabei: Mit Udo Bölts, Johan Museeuw und Mike Kluge wollen zumindest in ihren Altersklassen drei weitere Legenden mitmischen. Bölts, 58, ist unter anderem Etappensieger beim Giro, Museeuw, 59, gewann in seiner Profikarriere unter anderem dreimal die Flandern-Rundfahrt, dreimal Paris–Roubaix und wurde 1996 Straßen-Weltmeister. Kluge, 62, war unter anderem dreifacher Weltmeister im Cross.

Auf die Profis wie das große Feld der Hobbyradsportlerinnen und Hobbyradsportler wartet bei 3RIDES in diesem Jahr Neuland. So werden alle Rennen im Aachener Süden gestartet. «Damit eröffnen sich völlig neue Möglichkeiten. Sportlich ist die Eifel ein Traum-Revier. Organisatorisch ist die Region bedingt durch Naturraum und Verkehrsinfrastruktur aber auch nicht einfach, aber damit können wir umgehen, und hier sind wir im Plan. Jetzt freuen wir uns riesig auf die zwei neuen Runden durch die Eifel, die absolut vielversprechend sind. Das bestätigen uns auch die vielen Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die schon Teile oder die ganze Strecke besichtigt haben», sagt Björn Müller, CEO von 3RIDES Aachen.

Mehr Eifel, das bedeutet für 3RIDES auch den Abschied vom CHIO. Müller dazu: «Keine Medaille ohne Kehrseite: Natürlich hatten wir mit dem CHIO ein Gelände für Start und Ziel, um dessen Ambiente uns alle Veranstalter in Deutschland beneidet haben. Viele Möglichkeiten, ein klangvoller Name … Aber wir wollten unbedingt den Sport mehr in den Fokus rücken, also etwas weniger Festival, etwas mehr Sport – und da bot sich ein Start im Aachener Süden einfach an, auch wenn das Gelände an sich jetzt erst einmal nicht so viel hermacht.»

Damit die Rennen, neben denen es noch Rides ohne Zeitnahme gibt, sauber und sicher über die Bühne gehen, hat man in den vergangenen Monaten ein umfangreiches Konzept entwickelt. «Im Zentrum steht für uns, für Teilnehmerinnen und Teilnehmer wie für alle anderen Verkehrsteilnehmer maximale Sicherheit zu bieten. Ein Radrennen findet einfach auf einer Straße statt. Aber die Einschränkungen für den Verkehr sind minimal und nur von kurzer Dauer, so kann man gut planen und muss für den 31. Mai und 1. Juni keine Hindernisse erwarten», sagt Müller.

Insgesamt werden in diesem Jahr etwas weniger Teilnehmerinnen und Teilnehmer in der Eifel erwartet als noch im Vorjahr. «Die UCI Gravel World Series und die UCI Gran Fondo World Series sind zuletzt enorm gewachsen und nun etwas ein Opfer des eigenen Erfolgs. Viele Rennen bedeutet für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch eine größere Auswahl – und die Erfahrung sagt, dass viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer diese Rennen auch nutzen, um Neuland zu entdecken. Natürlich analysieren wir diese Situation genau und werden alles daran setzen, künftig wieder zu wachsen – aber jetzt konzentrieren wir uns mit voller Motivation auf 3RIDES Aachen 2025, wir sind heiß auf das Wochenende», so Müller.

Gleichzeitig habe man auch schon das Jahr 2026 im Blick, denn 3RIDES sei langfristig angelegt, betonte Christian Weddigen, CFO von 3RIDES Aachen: «Organisatorisch sind wir voll im Plan, auch wenn wir uns sicher bei der Zahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer etwas mehr erhofft hatten – Björn Müller hat es bereits angesprochen. Aber umso mehr wollen wir ein perfektes Event bieten. 3RIDES ist noch ein sehr junges Event und ist bombastisch gestartet, vielleicht ist dieses Jahr ein Jahr der Konsolidierung. Aber im Hintergrund läuft natürlich auch schon die Planung für 2026 und die folgende Jahre. Die Erfolgsgeschichte von 3RIDES wird weitergehen.»

Alexander Donike, der 3RIDES Aachen als sportlicher Leiter und mit mehreren Jahrzehnten Erfahrung in der Organisation und der Begleitung von Profirennen dabei ist, freut sich auf die neuen Strecken. «Ich kenne die Region natürlich als Dürener sehr gut – sowohl selbst als Sportler als auch aus vielen Jahren ,Rund um Düren’. Sportlich wie landschaftlich gehören die Runden von 3RIDES sicher zu den schönsten, die wir bei ähnlichen Rennen in Deutschland kennen.» Den Teilnehmerinnen und Teilnehmern verspricht er Abwechslung. «Die Runden geben wahnsinnig viele Möglichkeiten, die Rennen zu gestalten. Trotz der vielen Anstiege sind sie nicht superschwer – aber eben auch alles andere als leicht. Ich würde sagen: sportlich. Mit links gewinnt hier niemand.»

Auch organisatorisch stelle die Eifel einige Herausforderungen. «Wir kennen alle die Straßen in der Eifel. Es gibt nicht viele. Das heißt, wenn wir an einer Stelle etwas ändern müssen, hat es meist sofort Auswirkungen an drei anderen Stellen. Und wir müssen alle Voraussetzungen für ein gutes Rennen bieten. Die Strecke soll schön sein, soll die Region zeigen, soll ein Erlebnis bieten – gleichzeitig soll sie aber auch anspruchsvoll sein, abwechslungsreich, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wollen sich testen. Und am Ende und entscheidend: Die Strecke muss auch sicher sein. Manchmal ist das die Quadratur des Kreises.»

Auch wenn sich 3RIDES Aachen in diesem Jahr noch mehr auf den Sport und die zwei Rennen der UCI Gravel World Series und UCI Gran Fondo World Series konzentriert, bietet die Veranstaltung auch für Gäste und Nachwuchs ein spannendes Angebot. Die Bedeutung des Events betonte auch Volker Maas, Vizepräsident im Radsportverband NRW, der im Rahmen der Pressekonferenz Grüße überbringen ließ. «3RIDES ist eine der größten und bedeutungsvollsten Radsportveranstaltungen in NRW. Hier treffen Leistungssport auf höchstem Niveau und die breite Palette des Breitensports aufeinander. Der Radsportverband NRW freut sich, zusammen mit dem Veranstalter und dem nationalen Dachverband German Cycling, auch dem Nachwuchs eine Bühne bieten zu können. Mit der VeloTiade und dem Kids-Rad-Diplom werden Kinder und Jugendliche auf einem Parcours sportlich und altersgerecht angeleitet. Den Kindern werden hier unter professioneller Anleitung der Einstieg in den Sport und der Spaß an der Bewegung vermittelt. Durch die Sogwirkung von 3RIDES erfreut sich dieses Nachwuchsprojekt großer Beliebtheit und zahlreicher Teilnehmer. Die Aktion wird von Radsportvereinen aus der Region unterstützt und diese bieten den Kindern dann auch im Anschluss an 3RIDES weiter die Möglichkeit, sich sportlich zu betätigen. Damit ist 3RIDES auch nachhaltiger Teil der Nachwuchs- und Vereinsförderung.

3RIDES Aachen ist das größte Gravel- und Radmarathon-Event in Deutschland und lockte zuletzt über 5000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer und fast 30.000 Besucherinnen und Besucher. Neben den Rennen, die Teil der UCI Gravel World Series und der UCI Gran Fondo World Series sind, gibt es im Dreiländereck zwischen Deutschland, Belgien und den Niederlanden ein großes Programm an radsportlichen Aktivitäten von den Road & Gravel Rides bis zu Angeboten für Kinder.

https://3rides.de/

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