ZF Group stellt Zukunftsweichen Richtung Neuaufstellung
Der durch die Autokrise ins Schlingern geratene Automobil-Zulieferer ZF Friedrichshafen AG (alias ZF Group) hat die Zukunftsweichen Richtung Neuausrichtung gestellt. Diese Maßnahme führte unter anderem zu einer Neuorganisation des auch im E-Bike-Segment vertretenen Unternehmens.
Im Friedrichshafen am Bodensee zu Hause: die Zentrale des global agierenden Automobilzulieferers ZF Group.Foto: ZF Group

Auf seiner turnusmäßigen Sitzung hat der Aufsichtsrat des Friedrichshafener Automobil-Zulieferers sowohl Entscheidungen zur zukünftigen Unternehmens-Organisation als auch zu (Management-)Personalien getroffen.
Um die Neuausrichtung von ZF mit voller Kraft voranzutreiben, setzt Miedreich auf eine schlagkräftige Führungsorganisation. So wird der Konzernvorstand von sechs auf fünf Mitglieder verschlankt.
Gleichzeitig etabliert ZF mit dem »Transformation Committee« ein zentrales Steuerungsgremium, das die entscheidenden Unternehmensbereiche – Vertrieb, Materialwirtschaft, Produktion und Strategie – direkt mit dem Vorstand vernetzt. Dieses Team übernimmt die operative Leitung des konzernweiten Performance-Programms – laut ZF »dem Herzstück der Transformation«.

Andreas Moser.Foto: ZF Group

So wird der bisherige Leiter der ZF-Division Industrietechnik Andreas Moser mit Wirkung zum 1. November zum Vorstandsmitglied für die Divisionen Nutzfahrzeugtechnik und Industrietechnik sowie die Region Indien berufen.
Zum Leiter der Division Elektrifizierte Antriebstechnologien (E) – »in der ZF die konventionelle, hybride und rein

Sebastian Schmit.Foto: ZF Group

elektrische Pkw-Antriebstechnik gebündelt hat« – wurde der bisherige Leiter der Produktlinie Elektrifizierte Antriebssysteme Sebastian Schmitt befördert. In seiner neuen Funktion berichtet er direkt an ZF-CEO Mathias Miedreich. Miedreich selbst bleibt im ZF-Vorstand weiterhin für die Division E verantwortlich.
Zu diesen Weichenstellungen erklärt der Vorsitzende des ZF-Aufsichtsrates Dr. Rolf Breidenbach: »Dem Aufsichtsrat war es wichtig, nach den Wechseln im Vorstand Klarheit in der Konzernführung zu schaffen. Mit Andreas Moser haben wir einen Vorstand gefunden, der seit mehr als 30 Jahren für ZF tätig ist, viele Jahre davon in Leitungsfunktionen in der Nutzfahrzeug- und der Industrietechnik-Sparte von ZF. Das bedeutet Kompetenz und Kontinuität. Damit ist es uns gelungen, innerhalb kürzester Zeit das Leitungsgremium von ZF so aufzustellen, dass die gegenwärtigen Herausforderungen des Konzerns gemeistert werden können.«
»Unser gesamter Fokus liegt in den kommenden Jahren darauf, ZF operativ zu stärken, die Profitabilität weiter zu erhöhen und unsere finanzielle Stabilität konsequent auszubauen«, ergänzt Mathias Miedreich, »das neue `Transformation Committee´ steht dabei für Geschwindigkeit, Klarheit und Wirkung – mit dem klaren Ziel, unsere Kunden durch zukunftsweisende Technologien und verlässliche Partnerschaft zu unterstützen.«
Mit weltweit rund 161.600 Mitarbeitern hat ZF Group im letzten Jahr einen Gesamtumsatz von 41,4 Milliarden Euro eingefahren. Der Automobilzulieferer ist an 161 Produktions-Standorten in 30 Ländern vertreten. Mehr Info über www.zf.com.

Text: Jo Beckendorff

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